Mord in Düsseldorf: Polizei sucht mit Foto den mutmaßlichen Messerstecher

36-Jährige in Düsseldorf getötet : Polizei sucht mit Foto nach mutmaßlichem Messerstecher

Die Düsseldorfer Polizei sucht mit einem Foto nach einem Mann, der verdächtigt wird, am Montagmorgen eine 36-jährige Frau im Stadtteil Friedrichstadt mit einem Messer getötet zu haben. Er ist weiterhin flüchtig.

Der Gesuchte heißt Ali S., ist 44 Jahre alt und Iraner. Er ist etwa 1,80 Meter groß, hat dunkle, sehr kurze Haare, einen Dreitagebart sowie eine schmale Statur. Zur Tatzeit war er mit einem hellblauen Trainingsanzug und einer Kappe bekleidet. Nach Angaben der Polizei hat er gerade stark abgenommen, weswegen er älter aussehen soll als auf dem Fahndungsfoto.

Auf der Pressekonferenz unterrichteten der Mordermittler Guido Adler (Mitte) und Staatsanwalt Martin Stücker, zusammen mit Polizei-Pressesprecherin Susanne Heusgen. Foto: Julia Schüßer/Julia Schüßler

Er steht im Verdacht, am Montagmorgen auf der Bachstraße in Düsseldorf, Höhe Hausnummer 155, eine 36 Jahre alte Frau angegriffen und mit einem Messer so schwer verletzt zu haben, dass sie wenig später an den Verletzungen in einer Klinik starb.

Man habe alle zur Verfügung stehenden Mittel ausgeschöpft, um den Verdächtigen zu finden, sagte Mordermittler Guido Adler auf einer gemeinsamen Pressekonferenz von Polizei und Staatsanwaltschaft. „Wir wissen überhaupt nicht, wo er ist“, sagte Adler. Nun bitte man die Bevölkerung um Hilfe.

Die Polizei warnt jedoch davor, S. anzusprechen, falls man ihm begegnet. Er sei nach der Tat drohend mit dem Messer auf zwei Zeugen zugegangen, hieß es auf der Pressekonferenz. Da nicht ausgeschlossen werden könne, dass er weiterhin bewaffnet sei, sollten Zeugen sofort die Polizei rufen – entweder den Notruf oder direkt die Düsseldorfer Polizei unter 0211 8700.

Die Tat bewertet die Staatsanwaltschaft als heimtückischen Mord. S. habe auf sein Opfer mehrfach eingestochen, wobei bereits wenige Stiche gereicht hätten, um der Frau lebensgefährliche Verletzungen zuzufügen. Der nationale Haftbefehl sei beantragt worden, im nächsten Schritt könne eine internationale Fahndung folgen, sagte Staatsanwalt Martin Stücker.

Laut Polizei kannten sich Opfer und Täter mehr als flüchtig. S. soll in einem Kiosk nahe der Wohnung der 36-Jährigen gearbeitet haben. Nach Zeugenaussagen besorgte der Täter beispielsweise während der vergangenen Hitzewelle einen Ventilator für die Katzen der Frau. Der Polizei zufolge hat S. eine psychische Behinderung. Ob diese Auswirkungen auf Tatmotiv oder -hergang gehabt habe, könne man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen.

S. soll 2001 zum ersten Mal nach Deutschland gekommen sein. Seit 2010 ist er anerkannter Flüchtling. Seine acht Brüder hätten sich während der Ermittlungen bisher kooperativ verhalten, so die Polizei. Da sie in der näheren Umgebung wohnen, gehe man davon aus, dass er sich im Großraum Düsseldorf aufhalte, sagte Adler.

Anmerkung der Redaktion: Der gesuchte Mann wurde gefasst. Daher haben wir das Fahndungsfoto unkenntlich gemacht und den Namen den Namen verkürzt. Alles zur Festnahme lesen Sie hier.

(jms/hpaw)
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