Messerangriff auf Frau in Düsseldorf auf der Bachstraße: Anwohner verfolgte Täter mit dem Fahrrad

Bluttat in Düsseldorf-Friedrichstadt : Frau nach Messerangriff gestorben - Fahndung nach Täter läuft

Eine Frau ist am Montagmorgen von einem Angreifer schwer verletzt worden. Sie lief blutend und um Hilfe schreiend über die Bachstraße in Düsseldorf-Friedrichstadt, wenig später starb sie im Krankenhaus. Die Polizei fahndet mit Hochdruck nach dem Täter. Ein Anwohner verfolgte den Täter mit dem Fahrrad.

Wie eine Polizeisprecherin unserer Redaktion sagte, waren die Verletzungen der 36-jährigen Frau so stark, dass sie wenig später im Krankenhaus trotz aller Bemühungen der Ärzte gestorben ist. Verdächtig ist nach Angaben der Agentur DPA ein 44 Jahre alter Iraner. Das Opfer hatte die deutsche Staatsangehörigkeit.

Am Montagmorgen alarmierte ein Zeuge die Polizei und berichtete, dass ein Mann auf der Bachstraße eine Frau angegriffen und mit einem Messer attackiert habe. Der Täter flüchtete nach der Tat in Richtung Brunnenstraße. Die Mordkommission „MK Bach“ sei eingerichtet worden, so die Sprecherin weiter. Die Hintergründe der Tat sind noch völlig unklar. Den aktuellen Stand lesen Sie hier.

Nach ersten Ermittlungen erhärtete sich der Verdacht, dass ein 44 Jahre alter Mann für den Tod der Frau verantwortlich sein könnte. Derzeit werde intensiv nach ihm gefahndet, so die Polizei. In seiner Wohnung an der Brunnenstraße in Bilk habe man ihn nicht angetroffen. Die Wohnung sei durchsucht worden. Dazu habe man zur Unterstützung ein Spezialeinsatzkommando (SEK) angefordert. Die Hintergründe der Tat sind noch völlig unklar.Ein Augenzeuge schilderte unserer Redaktion, dass das Opfer morgens gegen 7.30 Uhr schreiend über die Bachstraße gelaufen sei und um Hilfe gerufen habe, auch eine laute Männerstimme sei zu hören gewesen.

Anwohner berichteten, der Angreifer habe einen blauen Jogginganzug getragen. Er soll der Frau mit der Faust auf den Kopf geschlagen haben. Die Frau sei dann gestürzt, habe bäuchlings auf dem Boden gelegen. Der Täter habe, so berichtet ein Augenzeuge, die Frau schon ab der Kreuzung Friedrichstraße/Bachstraße „mit einem Messer“ verfolgt.

Ein weiterer Zeuge sagte, er habe den Täter anschließend mit seinem Fahrrad in die von der Bachstraße abzweigende Weberstraße verfolgt, ihn dann aber aus den Augen verloren.

Die Frau blutete nach der Attacke stark. Mehrere Anwohner versuchten, die Blutungen mit ihren Kleidungsstücken zu stillen.

Ein Rettungswagen und ein Notarzt kümmerten sich anschließend um die Frau, brachten sie dann ins Krankenhaus. Die Polizei leitete sofort eine Fahndung nach dem flüchtigen Täter ein.

Bahnen, die sonst über die Brunnenstraße fahren, wurden am Morgen wegen des Einsatzes umgeleitet. Betroffen waren die Linien 701, 704, U71, U73, U83 sowie die Buslinie SB56. Rheinbahn-Sprecherin Heike Schuster sagte unserer Redaktion, es habe sich um eine große Störung gehandelt. Umleitungen seien eingerichtet worden. Zwischen 9.18 Uhr und 10.29 Uhr hätten zwischen Südpark und S-Bahnhof Bilk keine Bahnen fahren können. Bis Busse und Bahnen wieder im Plan waren, habe es bis 11.30 Uhr gedauert, so Schuster.

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(csr/nic)
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