Mädchen in Düsseldorf-Friedrichstadt angegriffen

Versuchtes Sexualdelikt in Düsseldorf-Friedrichstadt : Mädchen in Wohnung bedrängt - Polizei veröffentlicht Phantombild

Ein Mann hat am Dienstag versucht, ein Mädchen in Düsseldorf in einer Wohnung zu bedrängen. Nun gibt es ein Phantombild des Unbekannten. Es ist nicht die erste versuchte Sexualstraftat in dieser Gegend.

Nachdem ein junges Mädchen am Dienstagnachmittag beinahe Opfer eines Sexualdeliktes wurde, wendet sich die Polizei nun mit einem Phantombild an die Öffentlichkeit.

Ein unbekannter Mann hatte an einer Wohnung in der Scheurenstraße geklingelt und versucht, das Mädchen zu überwältigen, das zu diesem Zeitpunkt  allein zu Hause war. Der Angreifer wird als etwa 30 Jahre alt und etwa 1,80 Meter groß beschrieben. Er hat helle Haut, kurze schwarze Haare und einen Oberlippenbart, soll aber auch wenige Haare am Kinn haben. Seine Augen beschreibt das Kind als groß, aber eher "platt". Er trug eine weite braune Jogginghose und eine schwarze Strickjacke beziehungsweise einen Pullover.

Hinweise erbittet das Kriminalkommissariat 12 unter der Rufnummer 0211-8700.

Polizei: „Keine Hinweise auf Zusammenhang mit anderen Taten“

Seit Januar hat es mehrere Fälle versuchter Sexualdelikte in den Stadtteilen Bilk und Friedrichstadt gegeben. Am 25. Januar soll ein asiatisch aussehender Mann in einem Mehrfamilienhaus an der Binterimstraße in Bilk ein zehnjähriges Mädchen sexuell belästigt haben, ein zweiter Fall ereignete sich am selben Tag an der Kronprinzenstraße. Dort wurde eine 13-Jährige das Opfer. In beiden Fällen griff der Täter laut Zeugenaussagen im Hausflur an. Die Täterbeschreibungen wichen jedoch voneinander ab.

Ein ähnlicher Fall ereignete sich Ende März in Friedrichstadt, wo eine Elfjährige in den Flur eines Mehrfamilienhauses an der Elisabethstraße gedrängt und belästigt wurde. Am 8. Mai wurde dann eine Frau am sehr frühen Morgen auf dem Heimweg bedrängt und belästigt.

Dieser Mann soll am Morgen des 28. April auf der Bachstraße am Florapark eine Frau mittleren Alters bedrängt haben. Foto: Polizei Düsseldorf

„Wir prüfen, ob es einen Zusammenhang gibt“, sagte ein Sprecher der Düsseldorfer Polizei auf Anfrage. „Aktuell haben wir dafür aber keine Hinweise.“ Der Modus Operandi und das beschriebene Aussehen des Täters seien leicht unterschiedlich. Man wolle einen Zusammenhang aber nicht vollkommen ausschließen.

Auffällig ist, dass in mehreren Täterbeschreibungen der Hinweis auf das „asiatische“ Aussehen auftaucht. Ungewöhnlich wäre aber, dass ein und derselbe Täter sowohl sehr junge Mädchen als auch eine Frau mittleren Alters angegriffen hat. Zudem hätte der Täter dann beim letzten Fall seinen Modus Operandi geändert. Während der oder die Täter der ersten Taten auf der Straße auf Opfer warteten und sie in den Hausflur drängten, klingelte der letzte Täter an einer Wohnungstür. „Wenn es sich tatsächlich um denselben Täter handeln sollte, müsste man von einer Eskalation seines Vorgehens ausgehen“, sagte dazu der Sprecher der Polizei.

(hsr/hpaw)
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