Kommentar zu Metalldiebstahl: Stadt Düsseldorf muss Friedhöfe schützen

Kommentar zu Metalldiebstählen in Düsseldorf : Die Stadt muss unsere Friedhöfe schützen

Zwei Mal in wenigen Wochen haben Metalldiebe teuren Grabschmuck vom Nordfriedhof entwendet. Das Gartenamt glaubt nicht, dass Überwachung funktionieren würde. Unsere Autorin ist anderer Meinung.

helene.pawlitzki@

rheinische-post.de

Angehörige müssen es nicht hinnehmen, dass Grabschmuck gestohlen wird. Das gilt für opulente Familiengräber wie für bescheidene Einzelgrabstätten. Wir berauben uns einer wichtigen Kulturform, wenn wir in Kauf nehmen, dass jeder Angehörige dreimal überlegt, eine kostbare Grablampe oder Blumenschale aus Metall aufzustellen – und stattdessen lieber zum Plastik greift.

Nicht jeder Diebstahl kann verhindert werden. Doch Metallklau kommt in Wellen. Prävention kann diese Wellen verkürzen und abschwächen. Die Stadt sollte Geld bereitstellen, um zeitweilig Wachleute einzusetzen. Das Kölner Beispiel zeigt: Im Zusammenspiel mit geschickter Öffentlichkeitsarbeit wirkt das abschreckend auf Diebe. Die im übrigen Fahrzeuge brauchen. Warum also nicht die Kennzeichen erfassen am Friedhofstor?

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