Körperverletzung in Düsseldorf: Opfer hat verbotene Waffen als Deko

Polizeieinsatz in Düsseldorf-Oberbilk : Dealer muss Waffen-Deko abgeben

Nach einem Streit mit dem Nachbarn hatte der Mann die Polizei gerufen. Die nahm seinen Wandschmuck mit. Denn der fällt unter das Waffengesetz.

Es war ein Streit unter Kleindealern, der am Dienstagabend für einen Großeinsatz auf der Ellerstraße sorgte. Weil bei einem der Beteiligten diverse gefährliche Waffen gefunden wurden, war die Polizei mit einem größeren Aufgebot am Tatort, auch, als bereits ein Verdächtiger festgenommen war.

Inzwischen hat die Polizei ermittelt, dass ein 42-jähriger Deutscher, der in dem Mehrfamilienhaus an der Ellerstraße wohnt, in die Wohnung eines Nachbarn gegangen war und diesen mit einem Brotmesser aufgefordert hatte, seine Schulden zu begleichen.

Als ihm der 38-Jährige die geforderten 50 Euro verweigerte, soll der 42-Jährige das Messer weggelegt und dem Jüngeren mit einem Faustschlag mehrere Zähne ausgeschlagen haben.

Daraufhin rief der 38-Jährige – wie sein Nachbar ein aktenkundiger deutscher Junkie und Kleindealer – die Polizei, die den Angreifer festnahm. Gegen den Verletzten leiteten die Beatmen ein Verfahren wegen Verstoß gegen das Waffengesetz ein. Denn seine eher schlicht eingerichtete Wohnung hatte der Mann mit Wurfsternen, Samuraischwertern und Schusswaffenimitaten dekoriert, die dem Waffenrecht unterliegen. Sein Nachbar ist inzwischen wieder auf freiem Fuß.

Nur wenige Häuser von dem Mietshaus entfernt hatte vor drei Jahren ein Kriegswaffenfund für Aufsehen gesorgt. In einer Garage  waren unter anderem mehrere  Maschinenpistolen (Uzi und Kalaschnikow) sichergestellt worden. Die Garagenbesitzer beteuerten, weder von den Waffen noch von einem in der Garage geparkten SUV gewusst zu haben. Der Fund blieb juristisch folgenlos.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Polizei findet Waffen in Düsseldorfer Wohnung