Jürgen Bielor nimmt Abschied von der Düsseldorfer Altstadtwache

Abschied in Düsseldorf : „Krönender Abschluss Altstadtwache“

Sechs Jahre führte Jürgen Bielor die Polizeiinspektion Mitte, zu der auch die Düsseldorfer Altstadtwache gehört. Jetzt nimmt er seinen Abschied.

(sg) Es sei ein großes Glück gewesen, sagt Jürgen Bielor, „polizeiliche Verantwortung in der Stadt tragen zu dürfen, in der ich so gern lebe“. Das tat er schon während seiner Ausbildung, fuhr nach Spät- und Nachtdiensten und ein paar Stunden Schlaf im Auto damals regelmäßig nach Köln, wo er Jura studierte. Studentenleben und Polizeiberuf waren zwar auch Anfang der 1980er Jahre eine seltsame Kombination, aber in Bielors Fall eine gute, die er nicht missen möchte.

Das Examen gab er dann aber doch dran, als sich ihm die Chance auf eine Laufbahn im höheren Dienst der Polizei bot. Er gehörte zu den ersten Leitern der neu organisierten Spezialeinheiten – „eine spannende Zeit“ – , leitete diverse Dienststellen und hinterließ in jeder unverwechselbare Spuren. Dem Düsseldorfer SEK sogar ein ganzes Haus: die Unterkunft der Spezialeinheit am Tiefenbroicher Weg geht auf seine Initiative zurück.

Die Zeit bei den Spezialkräften, die oft dramatischen Einsätze, haben ihn geprägt, auch das Jahr in Afghanistan ist nicht nur in der Uniform hängengeblieben. Aber, sagt er, die sechs Jahre in der Polizeiinspektion Mitte seien der „krönende Abschluss“ einer beachtlichen Polizeilaufbahn.

Jürgen Bielor hatte die Inspektionsleitung vor sechs Jahren übernommen, zuvor die Autobahnpolizei geleitet. 26 Jahre war er bei der Düsseldorfer Polizei. Jetzt schaut Bielor auf die Zukunft. Die wird ihn zumindest in den Wintermonaten wohl auch zurück zur Uni bringen. Das Jurastudium will er aber im Seniorenfach nicht noch einmal in Angriff nehmen. Geschichte interessiert ihn, vielleicht wird es auch Philosophie. Bei gutem Wetter dagegen wird man ihn wohl kaum auf dem Campus finden: Der passionierte Segler hat allerhand Touren geplant, auch mit dem Kanu-Club Hilden wird er unterwegs sein, und den Düsseldorfer Yachtclub vertritt er im Januar auf der „boot“.

Das Netzwerken wird er auch in Zukunft nicht aufgeben. Bei den Jonges ist er Vize-Baas der Tischgesellschaft Reserve, und in Hilden, wo er seit einigen Jahren wohnt, engagiert er sich unter anderem im Lions-Club. Der tägliche Kontakt zu seinen Kollegen der PI Mitte aber werde ihm wohl trotzdem manchmal fehlen.

(sg)