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Hauptbahnhof Essen: Düsseldorfer zieht bei Streit um Schutzmaske Notbremse

Hauptbahnhof Essen : Düsseldorfer zieht bei Streit um Schutzmaske die Notbremse

Zwischen einem Düsseldorfer und einem Zugbegleiter eskalierte am Sonntag der Streit über eine nicht vorhandene Schutzmaske. Schließlich zog der Mann kurz vor Einfahrt in den Hauptbahnhof Essen die Notbremse. Die Bundespolizei musste einschreiten.

Am Sonntag gegen 12 Uhr wurden Einsatzkräfte der Bundespolizei im Essener Hauptbahnhof zum RE 11 gerufen. Dort war es zu einer Streitigkeit zwischen einem Abellio-Mitarbeiter und zwei Reisenden gekommen.

Als Einsatzkräfte auf dem Bahnsteig eintrafen, stritten sich der Mitarbeiter der Abellio und ein 33-jähriger Mann lautstark. Wie erste Ermittlungen ergaben, nutzte der Düsseldorfer zusammen mit seiner Begleiterin, einer 26-jährigen Frau aus Düsseldorf, den RE 11 von Bochum in Richtung Essen.

Weil die Frau über keinen Mund-Nasen-Schutz verfügte und lediglich mit ihrem Pullover den Mund bedeckte, sollte sie im Essener Hauptbahnhof von der Fahrt ausgeschlossen werden.

Dagegen protestierte ihr Begleiter lautstark. Im Verlaufe der Streitigkeit mit dem Abellio-Mitarbeiter soll der Düsseldorfer kurz vor Einfahrt in den Essener Hauptbahnhof die Notbremse des Zuges ausgelöst haben.

Ob durch die starke Bremsung Personen im Zug verletzt wurden, ist bislang nicht bekannt. Nachdem der Zug kurz darauf am Bahnsteig angehalten hatte, sollen die beiden Tatverdächtigen versucht haben, den Bahnsteig zu verlassen. Deshalb hielt der Abellio-Mitarbeiter das Duo bis zum Eintreffen der Bundespolizei fest.

Die Beamten stellten die Identität des Tatverdächtigen fest und leiteten gegen ihn ein Strafverfahren wegen Missbrauchs von Nothilfemitteln ein. Gegen die 26-Jährige wurde ein Bußgeldverfahren wegen Verstoßes gegen die Coronaschutzverordnung eingeleitet.

(csr)