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Hauptbahnhof Düsseldorf: Flüchtender schlägt Polizistin mit Faust ins Gesicht

Hauptbahnhof Düsseldorf : Flüchtender schlägt Polizistin mit Faust ins Gesicht

Mehrere Schlägereien hat es am Wochenende in Hauptbahnhof Düsseldorf gegeben. Eine Polizistin wurde niedergeschlagen, in einem Regionalexpress griffen zwei Männer einen dritten mit einem Messer an.

Zu zwei Schlägereien kam es am Wochenende im Bereich des Düsseldorfer Hauptbahnhofs. Ein 18-Jähriger attackiert in den frühen Morgenstunden am Samstag einer Bundespolizistin (22) und schlug ihr mit der Faust ins Auge. Gegen den Mann wird nun wegen des tätlichen Angriffs ermittelt. In einem Regionalexpress gab es eine Auseinandersetzung, bei der ein Passagier niedergeschlagen wurde.

Am frühen Samstagmorgen kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung mehrerer Personen vor dem Haupteingang des Hauptbahnhofs. Der 18-Jährige flüchtete. Die 22-jährige Uniformierte eilte ihm hinterher und versuchte ihn aufzuhalten. Dabei drehte sich der Tatverdächtige um und schlug mit der Faust auf die Polizistin ein. Die Beamtin erlitt eine Platzwunde über dem linken Auge. Sie wurde zur ärztlichen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht und war nicht weiter dienstfähig.

Ihre Kollegen überwältigten den Flüchtenden und brachten ihn zur Dienststelle. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,4 Promille. Ein Bereitschaftsrichter ordnete einen Gewahrsam bis 12 Uhr an. Bis dahin blieb der junge Mann im Polizeigewahrsam des Polizeipräsidiums in Düsseldorf.

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Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen des tätlichen Angriffs und der Körperverletzung gegen die Beamtin sowie der wechselseitigen Körperverletzung im Rahmen der vorherigen Auseinandersetzung eingeleitet.

Im zweiten Fall schlugen zwei Männer (19, 20) am frühen Sonntagmorgen einen 19-Jährigen im Regionalexpress 3 im Hauptbahnhof mit dem Griff eines Messers nieder. Die Bundespolizei stellte die Tatverdächtigen und leitete ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung ein.

Der Tat ging eine verbale Auseinandersetzung voraus. Alle Beteiligten saßen im Zug der Linie 3, als der 20-Jährige mit seinem Begleiter mit einem Messer die Sitzflächen zerschnitt. Der andere 19-Jährige mischte sich ein und fragte, ob das sein müsse. Daraufhin wurde er laut Zeugen von den zwei Männern attackiert, indem sie mit dem Griff eines Küchenmessers auf ihn einschlugen.

Ein Zeuge informierte die Bundespolizei über den Vorfall. Bei Eintreffen der Beamten wurde der Geschädigte schwer verletzt im Zug auf dem Boden liegend angetroffen. Ein Krankenwagen brachte ihn in ein Krankenhaus. Ersten Ermittlungen zufolge zog er sich zwei Brüche zu.

Auf dem Bahnsteig 9 wurden die Tatverdächtigen gestellt, vorläufig festgenommen und zur Dienststelle gebracht. Bei dem 20-Jährigen wurden ein Küchenmesser sowie ein Cuttermesser aufgefunden und als Beweismittel beschlagnahmt. Ein geringer Atemalkoholwert war bei beiden Männern messbar. Eine Blutentnahme wurde angeordnet.

Die Tatverdächtigen wurden nach der Einleitung eines Strafverfahrens entlassen. Gegen sie wird nun wegen der gefährlichen Körperverletzung ermittelt. Eine Videoaufnahme aus der Bahn wurde zur Auswertung beantragt.

(csr)