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Großeinsatz in Düsseldorf - Mann verschwindet beim Baden im Rhein

Sucheinsatz im Rhein in Düsseldorf : Feuerwehr hat nur noch wenig Hoffnung, Mann lebend zu finden

Am Paradiesstrand im Düsseldorfer Hafen lief am Sonntagabend ein Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr. Auch ein Hubschrauber war beteiligt. Die Retter suchten nach einem Menschen, der beim Baden im Rhein verschwunden war.

Vor dem so genannten Paradiesstrand setzte die Feuerwehr, unterstützt von Tauchern aus Duisburg, die Suche nach einem 18-Jährigen fort, der kurz nach 16 Uhr in der Nähe einer Kribbe im Rhein verschwunden war. Nach zwei Stunden aber war die Hoffnung der Retter klein geworden: „Wir fürchten, dass uns nur noch eine Bergung, keine Rettung mehr möglich ist“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr unserer Redaktion.

Die hatte ihre Taucherstaffel unterdessen um Taucher aus Duisburg verstärkt. Zum einen, weil sich die Suche nach dem Vermissten inzwischen auf den Bereich unter Wasser konzentrierte, zum anderen, weil der Taucheinsatz in dem Bereich durch die gefährlich starken Unterströmungen enorm anstrengend ist.

Auch unter den Augenzeugen des Unglücks war ein Feuerwehrmann. Der 23-jährige Dean aus Duisburg hatte seinen freien Tag am Paradiesstrand verbracht, und schnell bemerkt, dass drei junge Männer im tieferen Wasser panisch versuchten, einem vierten zu helfen. „Ich bin selbst Rettungsschwimmer, habe versucht zu helfen“, sagte Dean. Nur kurz konnte er die Hand des 18-Jährigen greifen. „Die Strömung war einfach zu stark.“

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Die Freunde und die Familie des 18-Jährigen, die zusammen einen schönen Tag am Rhein hatten verbringen wollen, wurden am Unglücksort von Notfallseelsorgern betreut. Keiner von ihnen wollte den Platz verlassen, an dem sie noch Stunden vorher beisammen waren. Und an dem sie ihren Freund zum letzten Mal gesehen haben.

Spätestens bei Einbruch der Dunkelheit wird die Feuerwehr die Suche nach ihm einstellen müssen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: So rettet die Feuerwehr Düsseldorf Ertrinkende aus dem Rhein

(felt/sg/dpa)