Festnahme am Düsseldorfer Flughafen Zu früh eingereist - ein Jahr Haft

Düsseldorf · Vier mit Haftbefehlen gesuchte Männer konnten Beamte der Bundespolizei am Düsseldorfer Flughafen festnehmen. Einer von ihnen hätte noch nicht wieder einreisen dürfen. Jetzt sitzt er für ein Jahr im Gefängnis.

 Ein Beamter der Bundespolizei geht durch das Terminal des Flughafens.

Ein Beamter der Bundespolizei geht durch das Terminal des Flughafens.

Foto: dpa/Boris Roessler

Insgesamt vier mit Haftbefehlen gesuchte Männer konnten Beamte der Bundespolizei am Flughafen Düsseldorf am vergangenen Wochenende festnehmen.

Zu Beginn kontrollierten die Beamten am Freitagvormittag einen Mann, der mit einem Flug aus Pristina im Kosovo einreiste. Bei ihm stellten die Bundespolizisten fest, dass nach dem 40-Jährigen gefahndet wurde. Die Staatsanwaltschaft Heilbronn hatte bereits im August 2017 einen Haftbefehl wegen Wohnungseinbruchdiebstahls gegen den Mann erlassen.

Demnach wurde er im November 2016 zu zwei Jahren und zehn Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Nach vollzogener Abschiebung im Jahr 2017 verblieb eine Restfreiheitsstrafe von über einem Jahr. Nach Eröffnung des Haftbefehls wurde der im Kosovo lebende Mann an die Justizbehörden überstellt.

Am Samstagmorgen stellte sich ein Mann zur Ausreisekontrolle eines Fluges nach Istanbul vor. Bei ihm stellten die Beamten fest, dass er durch die Staatsanwaltschaft Krefeld zur Fahndung ausgeschrieben war. Im Januar 2023 hatte diese einen Haftbefehl wegen vorsätzlichen Fahrens ohne Fahrerlaubnis gegen den im September 2022 Verurteilten ausgestellt.

Dank eines Bekannten des in Krefeld lebenden Mannes konnte die Ersatzfreiheitsstrafe in Höhe von 60 Tagen abgewendet werden, indem dieser die Geldstrafe von 1800 Euro beglich.

Wenige Stunden später wurde bei der Kontrolle eines Fluges aus Istanbul bei einem Reisenden festgestellt, dass die Staatsanwaltschaft Essen im Oktober 2023 einen Haftbefehl wegen fahrlässiger Trunkenheit im Verkehr gegen den 34-Jährigen erlassen hatte.

Demnach wurde er im März 2023 rechtskräftig verurteilt. Doch auch dieser Mann konnte seinen Weg fortsetzen und die Ersatzfreiheitsstrafe in Höhe von zehn Tagen abwenden, indem er die Geldstrafe in Höhe von 100 Euro vor Ort bei der Bundespolizei beglich.

Zuletzt kontrollierte die Bundespolizei am Sonntagmorgen einen Mann, der nach Istanbul fliegen wollte. Bei ihm wurde festgestellt, dass der 50-Jährige von der Staatsanwaltschaft Dortmund gesucht wurde. Im Juni 2023 wurde durch diese ein Haftbefehl wegen Erschleichens von Leistungen gegen den im März 2022 Verurteilten erlassen.

Der in Dortmund lebende Mann konnte die ihm auferlegte Geldstrafe in Höhe von 300 Euro vor Ort begleichen und die Ersatzfreiheitsstrafe in Höhe von 30 Tagen abwenden. Anschließend trat er seinen Flug in die Türkei an.

(csr)
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