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Flughafen Düsseldorf: Wegen versuchten Mordes gesuchter Mann bei Einreise festgenommen

Nach jahrelanger Fahndung : Wegen versuchten Mordes gesuchter Mann am Düsseldorfer Flughafen festgenommen

Seit zwölf Jahren ist ein Mann wegen versuchten Mordes gesucht worden. Jetzt konnte er am Flughafen Düsseldorf festgenommen werden. Er war mit einem Flieger aus der Türkei gekommen. Zudem wurde ein aus Mallorca einreisender 23-Jähriger festgenommen.

Ein 70-Jähriger, nach dem seit zwölf Jahren wegen versuchten Mordes gefahndet wurde, ist am Freitag mit einem Flugzeug aus Ankara in Düsseldorf gelandet. Bei der Einreisekontrolle wurde er erkannt und festgenommen.

Die Staatsanwaltschaft Wuppertal hatte gegen den Mann im August 2009 einen Haftbefehl wegen versuchten Mordes erlassen. Da der Verurteilte im Juli 2009 nach Jordanien abgeschoben wurde, verblieb eine Restfreiheitsstrafe von 1535 Tagen. Die Gesamtfreiheitsstrafe belief sich ursprünglich auf achteinhalb Jahre.

Da der in Jordanien lebende Mann nicht mehr nach Deutschland zurückkehrte, wurde - wie üblich in solchen Fällen - der Haftbefehl nach der Abschiebung wieder in Kraft gesetzt und er zur Fahndung ausgeschrieben. Die Bundespolizei am Flughafen Düsseldorf nahm den Beschuldigten den fest und überstellte ihn in eine Justizvollzugsanstalt.

Der Mann hatte vor 16 Jahren bei einem missglückten Banküberfall in Velbert einem 58 Jahre alten Bankkunden in die Brust geschossen. Der Kunde hatte ihn gemeinsam mit einem 71 Jahre alten Rentner festgehalten. Trotz des Schusses konnte der Schütze überwältigt werden.

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In einem weiteren Fall wurde am Freitagabend ein 23-Jähriger bei der stichprobenartigen Einreisekontrolle eines Fluges aus Palma de Mallorca durch Beamte der Bundespolizei überprüft und festgenommen. Grund dafür war ein Haftbefehl!

Das Amtsgericht Mannheim hatte gegen den Mann im Juni diesen Jahres einen Haftbefehl wegen Betruges und Erschleichen von Leistungen erlassen. Demnach soll der Beschuldigte im Oktober 2016 und August 2018 mehrfach Einkäufe über das Internet getätigt und sich unberechtigt der Kontodaten seiner Schwestern bedient haben. Hierbei seien Sachschäden von knapp 6500 Euro entstanden.

Weiterhin soll er im April 2017 unter Angabe einer falschen Identität einen Geldtransfer von 800 Euro auf sein Bankkonto veranlasst haben.

Im Zeitraum von März 2018 bis September 2018 habe er des Weiteren in fünfzehn Fällen öffentliche Verkehrsmittel genutzt, ohne in Besitz gültiger Fahrausweise gewesen zu sein. Es werden ihm Betrug und eine Falschaussage vorgeworfen.

Da der Angeklagte trotz Ladung zur Hauptverhandlung nicht erschienen ist, wurde Haft angeordnet. Er sollte noch am Montag dem Haftrichter vorgeführt werden.

(csr)