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Flughafen Düsseldorf: Von Palma de Mallorca direkt in die Zelle

Flughafen Düsseldorf : Von Palma de Mallorca direkt in die Zelle

Einen richtigen Riecher haben Beamte der Bundespolizei am Flughafen Düsseldorf bewiesen, als sie einen aus Mallorca einreisenden Mann zur Kontrolle baten. Er stellte sich als mutmaßlicher Drogenhändler heraus - und ergriff die Flucht.

Beamte der Bundespolizei entdeckten bei einer stichpunktartigen Kontrolle eines Fluges aus Palma de Mallorca am Mittwochabend einen 29-Jährigen, der zur Fahndung ausgeschrieben war. Bei der Festnahme leistete der Mann Widerstand gegen die Polizisten und versuchte zu fliehen.

Das Amtsgericht Wuppertal hatte gegen den Mann Untersuchungshaft angeordnet, da er dringend verdächtigt wird, mehrfach gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoßen zu haben. Demnach soll der Mann aus Velbert in 46 Fällen mit Betäubungsmitteln gehandelt haben. Ihm wird vorgeworfen sich im Zeitraum von April bis Oktober 2017 eine Einnahmequelle durch den Verkauf von Marihuana, Haschisch und Kokain verschafft zu haben.

Als der junge Mann durch die Bundespolizisten angesprochen wurde, ergriff er die Flucht. Diese wurde nach nur wenigen Metern von den aufmerksamen Polizisten unterbunden und der Mann, der sich heftig wehrte, festgenommen. Nach dem Anlegen der Handfesseln beruhigte er sich und zeigte sich im Laufe der weiteren Maßnahmen kooperativ.

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Nach seiner Festnahme sollte der Festgenommene am Donnerstag bei dem zuständigen Haftrichter vorgeführt werden.

Am Donnerstagmorgen stellte die Bundespolizei bei einer weiteren stichpunktartigen Kontrolle eines Fluges aus Wien eine Person fest, die zur Fahndung ausgeschrieben war. Die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach hatte den 48-Jährigen zur Vollstreckung der Reststrafe von 1011 Tagen ausgeschrieben, da sich der Mann trotze einer Ladung zum Strafantritt bisher nicht gestellt hat.

Das Landgericht Mönchengladbach hatte ihn im Juli 2003 wegen schweren Raubs in zwei Fällen und versuchten Raubs in Tateinheit mit Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von acht Jahren und sech Monaten verurteilt. Einen Teil seiner Strafe hatte der Mann bereits abgesessen. Nach seiner Festnahme wurde der Mann in die Justizvollzugsanstalt verbracht.

(csr)