Flughafen Düsseldorf: Bundespolizei nimmt Reisende fest

Festnahmen am Düsseldorfer Flughafen: Für diese Reisenden endete der Urlaub in der JVA

Bei Einreisekontrollen am Düsseldorfer Flughafen hat die Bundespolizei am Montag zwei Personen festgenommen, die zur Festnahme ausgeschrieben waren. Sie hatten Geldstrafen nicht bezahlt.

Ein 49-jähriger Deutscher wurde bei der Einreise aus Abu Dhabi festgenommen, weil ihn die Staatsanwaltschaft Aachen suchte. Wegen Erschleichen von Leistungen bestanden zwei Haftbefehle zur Strafvollstreckung. Gemäß dem ersten Haftbefehl war er zu einer Geldstrafe von 6.660 Euro oder einer Freiheitsstrafe von 111 Tagen verurteilt worden.

Der zweite Haftbefehl wies eine Verurteilung zu einer Geldstrafe von 3.600 Euro oder einer Freiheitsstrafe von 60 Tagen aus. Da der Düsseldorfer die Geldstrafen von insgesamt 10.260 Euro nicht bezahlen konnte, wurde er von der Bundespolizei in die JVA eingeliefert, wo er jetzt seine Freiheitsstrafe von insgesamt 171 Tagen absitzen muss.

Fast zeitgleich kam ein 27-jähriger Deutscher aus Hurghada (Ägypten), für den die Staatsanwaltschaft Essen einen Haftbefehl ausgeschrieben hatte. Auch er war wegen Erschleichen von Leistungen zu 1405 Euro oder ersatzweise 125 Tagen Haft verurteilt worden.

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Da auch in diesem Fall noch ein zweiter Haftbefehl wegen Betrug bestand, summierte sich die gesamte Geldstrafe auf 2205 Euro oder 190 Tage Ersatzfreiheitsstrafe. Auch der Essener konnte die Geldstrafe nicht zahlen und wurde daher an die JVA überliefert.

Im Gegensatz dazu kamen zwei niederländische Staatsbürger, eine Frau (37) und ein Mann (39 Jahre alt), bei der Einreise aus Antalya noch einmal glimpflich davon. Zwar hatte die Staatsanwaltschaft Aachen die beiden zur Festnahme ausgeschrieben, da sie Geldstrafen von 500 und 900 Euro wegen Diebstahlsvergehen bisher nicht bezahlt hatten. Um die Freiheitsstrafen von 50 und 90 Tagen nicht antreten zu müssen, bezahlten sie die Geldstrafen bei der Bundespolizei. Beide konnten ihre Heimreise antreten.

(kar)
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