Düsseldorf-Unterrath Feuerwehr rettet Baby aus brennender Wohnung

Unterrath · Neun Menschen, darunter einen Säugling, hat die Feuerwehr in der Nacht zu Donnerstag aus einer brennenden Wohnung am Mintarder Weg im Düsseldorfer Stadtteil Unterrath gerettet.

Düsseldorf: Feuer in Wohnung - Säugling im Krankenhaus
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Düsseldorf: Feuer in Wohnung - Säugling im Krankenhaus

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In den Nachtstunden brannte das Wohnzimmer einer Wohnung in Unterrath völlig aus, teilte die Feuerwehr am Donnerstag mit. Aus dem Mehrfamilienhaus rettete die Feuerwehr acht Erwachsene und einen Säugling. Keiner wurde ernsthaft verletzt, heißt es weiter. Die Wohnung ist jedoch nicht mehr nutzbar.

Das Feuer war um 3.39 Uhr im Wohnzimmer der Wohnung im ersten Obergeschoss ausgebrochen. Anhand der Notrufmeldung alarmierte der Feuerwehrdisponent gleich zwei Löschzüge und mehrere Rettungsdienstfahrzeuge zum Einsatzort. Als die Retter den Einsatzort erreichten, schlugen bereits Flammen aus einem Fenster — mehrere Bewohner machten sich an weiteren Fenstern bemerkbar. Unverzüglich wurden vier Menschen mithilfe der Drehleiter gerettet. Fünf weitere konnte die Feuerwehr über den Treppenraum in Freie führen. Auch die Brandwohnung wurde sofort durchsucht. Alle Bewohner wurden auf mögliche Rauchgasvergiftungen untersucht. Keine, der Geretteten zeigte Anzeichen dafür oder hatte sonst Verletzungen erlitten.

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Foto: Robert Cramer

Unter den Bewohners befand sich auch eine junge Mutter mit ihrem Säugling. Der Notarzt entschied, die beiden vorsorglich ins Krankenhaus zu transportieren.

Der Einsatzleiter setzte zur Brandbekämpfung zwei Angriffstrupps ein. Der Brandraum stand bereits voll unter Flammen. Ein Löschtrupp drang über den Treppenraum in die Wohnung ein, ein weiterer über die Drehleiter zum Fenster hin. Die Temperaturen in der Wohnung waren so enorm, dass der Putz bereits von den Wänden abplatze. Das Feuer war nach 30 Minuten gelöscht.

Bis auf die Brandwohnung sind die übrigen Unterkünfte weiter bewohnbar, sodass gleich nach Ende des Einsatzes alle Bewohner wieder zurück ins Haus konnten. Die Betroffenen der Brandwohnung werden in einer Ersatzunterkunft zunächst untergebracht. Nach rund zweieinhalb Stunden war der Einsatz der Feuerwehr beendet und 46 Einsatzkräfte rückten wieder ab. Zur Brandursachenklärung wurde die Kriminalpolizei hinzugezogen, die nun die Ermittlungen durchführt. Der Sachschaden wird vom Einsatzleiter auf rund 25.000 Euro geschätzt.

(met)