Feuerwehr Düsseldorf: 65-Jährige überlebt Schwelbrand dank hoher Decken

Einsatz für die Feuerwehr Düsseldorf : 65-Jährige überlebt Schwelbrand dank hoher Decken

Weil sie in einer Wohnung mit sehr hohen Decken wohnt, hat eine 65-Jährige in Pempelfort die Nacht zu Mittwoch unbeschadet überstanden: Stundenlang kokelte ein Föhn in ihrem Bad und verrauchte die ganze Wohnung.

Am Mittwochmorgen um kurz nach sieben Uhr meldete sich die Mieterin bei der Feuerwehr Düsseldorf und schilderte, dass ihre Wohnung in der Geneisenaustraße verraucht sei.

Es stellte sich heraus, dass die komplette Wohnung im ersten Obergeschoss stark verrußt war und die Wände sowie Decken schwarz gefärbt waren. Ein offenes Feuer konnte trotz intensiver Suche der Einsatztrupps nicht gefunden werden. Um eine Gefährdung für andere Bewohner im Haus auszuschließen, kontrollierten die Feuerwehrleute auch die darüber liegende Wohnung. Dort war jedoch kein Rauch fest zustellen.

Als Ursache fand sich wenig später eine durchgeschmorter Föhn, der über Nacht im Badezimmer gekokelt hatte. Der Rauch zog dann durch die komplette, rund 60 Quadratmeter große, Wohnung.

Da in dem Haus die Decken sehr hoch sind, konnte nach Einschätzung der Feuerwehr sich der giftige Rauch nicht bis nach unten ausbreiten, sondern sammelte sich im Deckenbereich. Nur diesem Umstand ist es zu verdanken, dass die 65-Jährige fast unverletzt die Nacht überstanden hat.

Vor Ort untersuchte der Rettungsdienst die Frau, ein anschließender Transport ins Krankenhaus war nicht notwendig. Löschmaßnahmen mussten durch die Feuerwehr nicht mehr ergriffen werden, da der Schwelbrand bereits erloschen war. Die Wohnung ist bis auf Weiteres unbewohnbar, der Einsatzleiter schätzt den Schaden auf mindestens 30.000 Euro.

Bei der abschließenden Kontrolle der Wohnung konnten die Einsatzkräfte keine Rauchmelder entdecken. Diese sind allerdings in Nordrhein-Westfalen seit Januar 2017 in jeder Wohnung gesetzlich vorgeschrieben und hätten frühzeitig auf den Brand bereits in der Nacht aufmerksam gemacht.

Nach rund 30 Minuten kehrten die 17 Einsatzkräfte der Feuerwache Münsterstraße zur Wache zurück.

(csr)
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