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Festnahme am Hauptbahnhof Düsseldorf: Diebstahl, Drogen und Randale

Festnahme am Hauptbahnhof Düsseldorf : Diebstahl, Drogen und Randale

Erst bestahl er eine Reisende, dann wurden bei ihm Drogen gefunden und schließlich randalierte er im Krankenhaus - ein 26-Jähriger hielt die Bundespolizei am Düsseldorfer Hauptbahnhof auf Trab.

Diebstahl, Drogen und dann auch noch Randale - die Bundespolizei nahm am Silvesternachmittag einen 26-jährigen Mann im Düsseldorfer Hauptbahnhof fest. Er stahl einer Frau (32) den Rucksack, führte zwölf Gramm Marihuana mit sich und später randalierte in einem Krankenhaus. Der Festgenommene ging am Neujahrstag in die Haft bis im Rahmen eines beschleunigten Verfahrens über ihn entschieden wird.

Zivilfahndern der Bundespolizei fiel der Mann im Düsseldorfer Hauptbahnhof auf, als er seinen Blick auf anderer Reisende richtete. Auf dem Bahnsteig 17/18 stand der ICE 641 Richtung Berlin bereit. Die Fahnder konnten beobachten, wie der Mann ohne Gepäckstück in diesen Zug einstieg, zweimal die Gänge auf und ab lief und mit einem Rucksack auf dem Rücken wieder aus dem Zug herauskam.

Es folgte die sofortige Festnahme. Die Geschädigte konnte in dem Zug ausfindig gemacht werden und ihren Rucksack samt Inhalt im Wert von 1150 Euro zurückerlangen. Sie gab an, den Diebstahl nicht bemerkt zu haben. Der Festgenommene wurde auf die Dienststelle gebracht und durchsucht. Dabei stellten die Beamten zwölf Gramm Marihuana sicher.

Weil der Tatverdächtige gesundheitliche Beschwerden aufwies, wurde er in ein Krankenhaus gebracht. Die Staatsanwaltschaft entschied, dass der Mann am Folgetag dem Richter vorgeführt werden sollte. Damit eine Flucht ausgeschlossen werden konnte, bewachten Beamte das Krankenzimmer. In der Nacht zum Neujahrstag randalierte der Mann auf seinem Zimmer, sodass er von mehreren Beamten fixiert werden musste. Dabei versuchte er, einen Bundespolizisten zu beißen.

In den Morgenstunden wurde er dem Richter vorgeführt. Dieser erließ einen Haftbefehl, um die Vorführung zur Hauptverhandlung zu gewährleisten. Der Gepäckdieb wurde der nächsten Justizvollzugsanstalt überstellt. Er muss sich nun wegen des besonders schweren Falls des Diebstahls, der versuchten Körperverletzung und des Widerstandes verantworten. Eine Verhandlung erfolgt in den nächsten Tagen.

(csr)