Trickbetrüger in Düsseldorf: Falsche Polizisten rufen an und verlangen Wertsachen

Trickbetrüger in Düsseldorf: Falsche Polizisten rufen an und verlangen Wertsachen

Mit einer dreisten Masche haben am Mittwoch Trickbetrüger versucht, Menschen in der Region hinters Licht zu führen. In Langenfeld wurde ein Täter festgenommen.

Die Masche der Betrüger war immer die gleiche: Sie erzählten am Telefon, es gebe Hinweise, dass ein Einbruch in der Wohnung bevorstehe. Die Angerufenen sollten Schmuck und Bargeld zusammensuchen. Ein Polizeibeamter werde gleich vorbeikommen und die Wertsachen abholen. Bei der Polizei würden die Sachen dann sicher aufbewahrt.

Wie die Polizei mitteilte, tat rund ein Dutzend Betroffener in Düsseldorf genau das Richtige: Sie beendeten das Telefonat und informierten die echte Polizei. In Langenfeld wäre eine 80-Jährige fast Opfer des Trickbetrugs geworden. Sie hatte bereits mehrere tausend Euro und ihren Schmuck zur Abholung bereit gestellt.

Auch hier wurde Polizei aber rechtzeitig informiert. Am Mittwochabend nahm sie den mutmaßlichen Täter bei der Übergabe fest. Es handelt sich um einen 26-Jährigen aus Köln, der gegen 22.15 Uhr erschien, um die Beute abzuholen. Die Polizei ermittelt nun, ob der Mann Mittäter hatte und ob ein Zusammenhang zu den Düsseldorfer Fällen besteht.

Schutz vor der Masche: Wachsam bleiben

Die Polizei appelliert an alle Bürger, sich vor dieser Masche zu schützen. Weder die Polizei noch andere Amtsträger würden Bürger und Bürgerinnen anrufen, um am Telefon über die persönlichen Geld- und Vermögensverhältnisse zu sprechen oder Wertgegenstände in Verwahrung zu nehmen, teilte die Behörde mit. Sie rät dazu, auf keinen Fall einem Anrufer Wertsachen zu übergeben. Stattdessen solle man sofort 110 anrufen. Nur so könne man der Masche der Betrüger aufdecken.

Die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle beantwortet unter0211/870-6868 Fragen zu diesem Thema.

Die Kreispolizeibehörde Mettmann gibt folgende Tipps:

  • Seien Sie am Telefon aufmerksam!
  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte, Bekannte oder andere Amtsträger ausgeben, die Sie als solche nicht zweifelsfrei erkennen.
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  • Geben Sie keine Details zu ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis. Stellen Sie stattdessen gezielte Fragen, die nur der "richtige Anrufer" beantworten kann.
  • Halten Sie nach finanziellen Forderungen unbedingt Rücksprache mit anderen Familienmitgliedern. Rufen Sie Verwandte oder Bekannte unter der Telefonnummer zurück, die Sie auch bei anderen Gesprächen üblicher Weise wählen und besprechen Sie die Angelegenheit noch einmal.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder andere Werte ungeprüft und ohne Zeugen an unbekannte Personen.
  • Informieren Sie sofort die Polizei, wenn Sie vermuten, dass es ein Telefonbetrüger auf Sie abgesehen hat unter 110.
  • Wenden Sie sich auch an die Polizei, wenn Sie bereits Opfer geworden sind: die Opferschutzbeauftragten vom Kommissariat Vorbeugung helfen Ihnen gerne.

Angehörigen älterer Menschen wird empfohlen:

  • Um Ihre älteren Angehörigen zu schützen, sprechen Sie mit ihnen und weisen auf die Methoden und verschiedenen Maschen der Betrüger hin.
  • Vereinbaren Sie ein nur Ihnen gemeinsam bekanntes Codewort für tatsächliche Notfälle oder Notlagen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Die Maschen der Trickbetrüger

(hpaw)
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