Ex-Häftling soll Mitgefangenen in Düsseldorf erpresst haben

Prozess in Düsseldorf : Ex-Häftling soll Mitgefangenen erpresst haben

Monatlich 500 Euro soll ein 30-Jähriger von seinem früheren Zellengenossen verlangt und die Forderung mit einem Schlagstock untermauert haben.

Mit Gewalt und der Drohung, er werde das Jobcenter über Schwarzarbeit informieren, soll ein 30-Jähriger Mitte 2017 einen ehemaligen Mit-Häftling (37) um 500 Euro erpresst haben.

Und laut Anklage sollte der Ex-Zellen-Kollege in Zukunft monatlich weitere 500 Euro abliefern. Über diese Vorwürfe der räuberischen Erpressung verhandelt seit Freitag das Landgericht.

Der Angeklagte will dazu bisher nichts aussagen. Blieb für das Gericht zunächst nur die Schilderung des Ex-Zellen-Kollegen.  Der gab an, er habe den Angeklagten nach der Haftentlassung sogar bei sich wohnen lassen.

Dann aber seien dem Zeugen die Eskapaden des Angeklagten mit Frauen zu weit gegangen, er habe ihn samt Gepäck vor die Tür gesetzt. Plötzlich aber soll der Angeklagte mit einem Schlagstock gedroht, das Geld gefordert haben.

Sonst würde er das Jobcenter darüber informieren, dass der Ex-Zellen-Kollege mit Massagen vermeintlich heimliches Geld verdient. Das aber war angeblich nicht so, das Jobcenter soll informiert gewesen sein. Ende April soll der Prozess zu Ende gehen.

(wuk)
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