Gewalttat in Düsseldorf Verdächtiger nach Messerangriff in U73 identifiziert

Düsseldorf · Die Düsseldorfer Polizei hat einen Verdächtigen identifiziert, der in der U-Bahn einen 18-Jährigen schwer mit einem Messer verletzt haben soll. Er wurde mit Bildern aus einer Videokamera gesucht. Er befindet sich weiter auf freiem Fuß.

 Die Tat ereignete sich in der U73 in Friedrichstadt.

Die Tat ereignete sich in der U73 in Friedrichstadt.

Foto: Bretz, Andreas (abr)

Die Ermittler von Polizei und Staatsanwaltschaft haben einen Verdächtigen identifiziert, der einen 18-Jährigen in der U73 mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt haben soll. Es handelt sich um einen 45-jährigen Mann aus Wersten. Am Dienstagmorgen hat die Polizei ihn in seiner Wohnung aufgesucht, die Personalien festgestellt und die Räume durchsucht, heißt es.

Bei der Wohnungsdurchsuchung seien weitere Beweismittel gefunden worden. Gegen den Mann wird wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Da jedoch Haftgründe fehlen, befindet sich der Mann weiterhin auf freiem Fuß.

Er wird verdächtigt, am Nachmittag des 2. Juli einen jungen Mann in der U73 mit einem Messer attackiert und schwer verletzt zu haben. Zuvor soll sich der 45-Jährige über die Lautstärke des 18-Jährigen und dessen Begleiter geärgert und diesen wegen seiner Hautfarbe rassistisch beleidigt haben.

Nach Angaben der Polizei habe der Verdächtige einem der Jungen einen Kopfstoß versetzt, dann kam es zum Handgemenge und schließlich zur Messerattacke. Die Tat geschah in Fahrtrichtung Uni-Ost zwischen den Stationen Kirchplatz und Bilk-S.

Polizei und Staatsanwaltschaft hatten mit Bildern aus einer Videokamera der Rheinbahn nach dem Mann gesucht – daraufhin seien aber keine Hinweise eingegangen, die den Verdächtigen identifizierten. Die Mordkommission habe durch anderweitige Ermittlungen den Mann identifiziert und einen Durchsuchungsbeschluss erwirkt. Die Ermittlungen dauern an.

(veke)
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