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Düsseldorf und Ruhrgebiet: Polizei fahndet nach dreistem Verkehrsrowdy

Düsseldorf und Ruhrgebiet : Polizei bezeichnet Verkehrsrowdy als klassischen Drängler

Der Mann soll vor mehr als einem Monat aus einem Autohaus einen neuen VW Tiguan gestohlen haben. Seitdem sei er mit dem Wagen in Düsseldorf und dem Ruhrgebiet unterwegs, so die Polizei – und begehe immer wieder Straftaten.

Der Mann soll vor mehr als einem Monat aus einem Autohaus einen neuen VW Tiguan gestohlen haben. Seitdem sei er mit dem Wagen in Düsseldorf und dem Ruhrgebiet unterwegs, so die Polizei — und begehe immer wieder Straftaten.

Der Mann, der auf ein Alter zwischen 30 und 40 Jahren geschätzt wird, soll am 23. Dezember zwischen 12 Uhr und 12.15 Uhr in einem Autohaus an der Wittener Straße 106 in Witten zunächst einen Autoschlüssel gestohlen haben. Anschließend habe er sich auf dem Außengelände einen neuwertigen, grauen VW Tiguan geholt und sei mit dem Wagen davongefahren, teilt die Polizei mit.

Ein klassischer Drängler, der in der Region unterwegs ist

Seit dem Diebstahl im Dezember soll der Mann mit dem Wagen unterwegs sein — als Verkehrsrowdy, der immer wieder auf den Straßen im Ruhrgebiet, aber auch in Wuppertal und Düsseldorf Verkehrsstraftaten begeht, wie die Polizei meldet. Dabei werde der Mann von einer Frau begleitet, die etwa 20 bis 30 Jahre alt ist und lange Haare hat.

Ein Sprecher der Polizei Bochum beschrieb ihn als klassischen Drängler: "Er fällt durch dichtes Auffahren auf, häufige, schnelle Spurwechsel und das Betätigen der Lichthupe." Er fahre auch häufig schneller als erlaubt, sei allerdings niemand, der Autorennen provoziere.

Der VW Tiguan mit den beiden Insassen wurde am 28. Dezember 2016 auf dem Kay-und-Lore-Lorentz-Platz in Düsseldorf gesehen, am 13. Januar 2017 auf der Steeler Straße in Essen und am 14. Januar auf der Johannisstraße in Witten. Hier fotografierte eine Autofahrerin den gesuchten Mann.

Verkehrsunfälle im Zusammenhang mit dem Gesuchten und dem gestohlenen Auto seien noch nicht gemeldet worden. Allerdings kann man auf dem Fahndungsfoto deutlich erkennen, dass der Seitenspiegel beschädigt ist. "Vielleicht ist also doch etwas passiert, was wir noch nicht mit diesem Mann in Verbindung bringen."

Polizei bittet um Hinweise

Der Fall erregte auch in den sozialen Netzwerken große Aufmerksamkeit, wo viele das Foto vom Mann teilten. Zeugen des ursprünglichen Diebstahls beschreiben den Mann als ungepflegt. Er habe gefärbte blonde Haare mit einem dunklen Ansatz und trug zur Tatzeit eine blaue Jeanshose, einen dunklen Kapuzenpullover, eine dunkle Weste sowie ausgetretene Turnschuhe der Marke "Vans".

Seit der Veröffentlichung des Fahndungsaufrufs seien bei der Polizei bereits mehrere Hinweise eingangen, allerdings nicht auf die Identität des Mannes. "Viele haben angerufen und gesagt, dass sie das Auto gesehen haben", so der Sprecher der Polizei. Man könne leider nicht mit Kennzeichen suchen, da der Mann schon mehrfach gestohlene Kennzeichen verwendet habe.

Das Bochumer Kriminalkommissariat 13 hofft nun um weitere Hinweise unter der Rufnummer 0234 / 909-4135 (-4441 außerhalb der Geschäftszeit).

(top/hpaw)