Düsseldorf: Trickdiebe schlagen zu - Polizei warnt vor Autobahn-Gold

Trickdiebe schlagen in Düsseldorf zu : Polizei warnt vor Autobahngold-Masche

Am Mittwochmorgen versuchten Trickbetrüger, eine Autofahrerin in Düsseldorf im Bereich der A52 auszubremsen. Die Frau reagierte richtig: Sie fuhr weiter und verständigte die Polizei. Was dahinter steckt.

Die Düsseldorferin wollte von der A52 auf die A57 wechseln. Vor ihr fuhr ein Wagen mit ausländischem Kennzeichen. Plötzlich wurde dieser ohne ersichtlichen Grund langsamer und versuchte die Fahrerin auszubremsen. Die Frau fuhr an dem Wagen vorbei und wählte den Notruf.

Damit habe sie genau richtig reagiert, lobte ein Sprecher der Polizei Düsseldorf. Vermutlich handelte es sich um einen Trickbetrüger, die Polizei spricht dabei von Autobahngold.

Die Masche funktioniert wie folgt: Ein Fahrzeug, meist mit ausländischem Kennzeichen, versucht auf der Autobahn, ein nachfolgendes Fahrzeug zum Stopp auf dem Seitenstreifen zu bringen. Alternativ steht das Fahrzeug bereits dort und der oder die Insassen täuschen eine Panne vor.

Hält ein gutgläubiger Fahrer an, erzählen die Betrüger, sie hätten Geld, Handy und Papier verloren. Außerdem sei ihr Tank fast leer, sie müsste aber dringend zu einem Termin.

Dann bitten sie ihre Opfer um Bargeld und bieten im Gegenzug eine kostbar aussehende Uhr, goldenen Schmuck oder einen Teppich an. Die angeblichen Wertgegenstände entpuppen sich später als fast wertloser Ramsch, die Täter sind dann aber längst über alle Berge.

Die Polizei rät, auf der Autobahn niemals anzuhalten, wenn ein Fahrzeug mit einer Panne auf dem Standstreifen steht. Zum einen könne man dabei auf die Autobahngold-Masche hereinfallen, zum anderen sei das Anhalten auf der Autobahn ohnehin gefährlich. In einem solchen Fall solle man weiterfahren und die Polizei verständigen. Die könne dann bei einer echten Panne Hilfe anfordern oder in einem Betrugsfall gegen die mutmaßlichen Täter vorgehen. Verkäufern von solchem Autobahngold drohen laut Experten eine straf- und zivilrechtliche Verfolgung sowie Geldbußen von bis zu 5000 Euro.

Anderes bei einem Unfall: Hier sei man natürlich verpflichtet, anzuhalten, so der Sprecher, und erste Hilfe zu leisten.

(csr)