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Düsseldorf: Randalierer attackieren Polizisten

Am Carlsplatz in Düsseldorf : Einsatz wegen Ruhestörung eskaliert - Randalierer attackieren Polizisten

Nachdem Polizisten zu einem Parkhaus am Carlsplatz in Düsseldorf wegen Ruhestörung gerufen wurden, eskalierte die Situation. Der Grund: Ein junger Mann drückte eine Zigarette auf dem Streifenwagen aus.

Seit die Ordungskräfte Kurze Straße und Freitreppe verstärkt im Visier haben, stellt die Polizei eine zunehmende Verlagerung von Gruppen fest und nennt in diesem Zusammenhang Mannesmannufer, Kasematten, Alter Hafen und Carlsplatz. „Dabei beobachten wir ein prahlerisches und aggressives Imponiergehabe bei den jungen Männern, etwa Liegestützen oder Schattenboxen, so richtig los geht’s erst ab 1 Uhr. Diese Personen wollen offensichtlich provozieren und ausloten, wie weit sie gehen können“, sagt ein Polizeisprecher.

Am Carlsplatz ist in der Nacht zu Sonntag eine Situation eskaliert. Laut Polizei turnten 15 bis 20 junge Männer auf dem Dach des Parkhauses am Carlsplatz herum. Beim Eintreffen der Polizei verließen die Personen das Dach zwar, ein Duisburger drückte jedoch eine Zigarette an einem Streifenwagen aus. Als die Beamten diese Person dann überprüfen wollten, „flogen sofort die Fäuste“, beschreibt der Sprecher die Situation. Es kam zum Einsatz von Pfefferspray, ein Polizist wurde durch einen Faustschlag verletzt, er ist vorläufig dienstunfähig. Vier Männer und zwei Frauen, gegen die Platzverweise ausgesprochen worden waren, tauchten später wieder in der Altstadt auf. Sie wurden bis Sonntagmorgen in Gewahrsam genommen.

Das respektlose Verhalten kennen auch die Mitarbeiter des städtischen Ordnungs- und Servicedienstes (OSD). Als die neuen Sperrzonen auf der Freitreppe am Burgplatz durchgesetzt werden sollten, wollte ein junger Mann den Anweisungen einer OSD-Mitarbeiterin nicht Folge leisten. Er respektiere sie nicht, ließ er sie wissen, zudem duzte er die Frau. Die Mitarbeiterin ließ sich nicht beirren und setzte ihre Forderung durch. Der junge Mann musste aufstehen und wurde des Platzes verwiesen. Der OSD trat in der Situation in Fünfergruppen auf. So sollen Anforderungen durchgesetzt, Konflikte gelöst und Eskalationen vermieden werden.

 150 Personen wurden von der Polizei in der Nacht zu Samstag überprüft, es gab zahlreiche Platzverweise und Ingewahrsamnahmen.

(ham)