Düsseldorf: Polizei löst verbotene Kurden-Demo in Oberbilk auf

Protestmarsch in Oberbilk : Polizei löst Kurden-Demo in Düsseldorf auf

Beim alljährlichen Protestmarsch der Kurden von Dortmund nach Düsseldorf kam es bereits am Mittwoch zu Ausschreitungen. Die Demo wurde verboten. Trotzdem marschierten die Protestler nun durch Düsseldorf-Oberbilk. Die Polizei hat eingegriffen.

Im Düsseldorfer Stadtteil Oberbilk, derzeit durch eine defekte Ampel auf einer wichtigen Großkreuzung ohnehin dem Verkehrskollaps nahe, hat eine Demonstration am Donnerstagmorgen für zusätzliche Störungen gesorgt. Rund 50 junge Kurden wollten wie jedes Jahr durch die Stadt ziehen, wurden aber am Oberbilker Markt von der Polizei gestoppt und die Demo aufgelöst.

Der mehrtägige Protestzug der jungen Kurden führt alljährlich von Dortmund durchs Ruhrgebiet nach Düsseldorf und Köln. Diesmal war es schon in Dortmund zu Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen, hauptsächlich, weil Fahnen der verbotenen Organisation PKK gezeigt wurden und Teilnehmer T-Shirts mit dem Konterfei von Kurdenführer Öcalan trugen – auch das ist seit März vergangenen Jahres in Deutschland nicht erlaubt. In Dortmund wurde die Veranstaltung deshalb und nach Angriffen auf Polizeibeamte komplett verboten. Trotzdem gab es weitere Protestzüge in Bochum und Essen, bei denen es ebenfalls zu Unruhen kam. Und auch in Duisburg zogen kurdische Demonstranten am Mittwoch durch Marxloh. Die Polizei hatte dort  zwei Hundertschaften eingesetzt, um die Lage unter Kontrolle zu behalten. Trotzdem war es auch da zu Zwischenfällen gekommen. (Bilder von dem Einsatz sehen Sie oben in der Fotostrecke.)

„Wir hatten es jetzt in Düsseldorf mit denselben Personen zu tun, die bereits in den vergangenen Tagen massiv als Störer aufgefallen waren“, sagte ein Polizeisprecher in Düsseldorf. 33 Demonstranten erhielten Platzverweise, dann wurde der verbotene Marsch aufgelöst.