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Düsseldorf: Phosphorbombe zündet auf Friedhof - Feuerwehrmann verletzt

Brandbombe aus dem Zweiten Weltkrieg : Feuerwehrmann in Düsseldorf wird durch sich zersetzende Phosphorbombe verletzt

Auf einem Düsseldorfer Friedhof hat sich eine Phosphorbombe unter starker Rauchentwicklung selbst zersetzt. Dabei wurde ein Feuerwehrmann verletzt. Der Brandbekämpfer habe versucht, die Weltkriegs-Brandbombe noch rechtzeitig mit Sand abzudecken.

Ein Anwohner aus Oberbilk meldete sich am Mittag bei der Feuerwehr. Auf dem Friedhof Stoffeln würde auf einem abgelegenen Bereich Rauch aus dem Erdboden aufsteigen. Vor Ort konnte als Ursache eine qualmende, zum größten Teil noch im Erdreich eingegrabene Phosphorbombe ausfindig gemacht werden.

Mit Sand vom Friedhof wurde versucht die Bombe abzudecken. Dabei kam es zu einer Zersetzung eines Teils des Phosphors, wodurch ein Feuerwehrmann leicht verletzt wurde, ein Transport ins Krankenhaus war nicht notwendig. Daraufhin wurden weitere Einheiten der Feuerwehr, des Rettungsdienstes sowie zwei Mitarbeiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes der Bezirksregierung Düsseldorf zur Einsatzstelle gerufen.

Die Bombe wurde weiter mit Sand bedeckt, da diese sich weiterhin mit einer starken Rauchentwicklung zersetzte. Zeitgleich sorgten weitere Einsatzkräfte dafür, dass die Fenster in den umliegenden Gebäuden geschlossen wurden, damit der Brandrauch nicht in die Gebäude zog.

Ein stärkeres Abbrennen des Phosphors konnte durch den angehäuften Sand verhindert werden. Zwei Entschärfer der Bezirksregierung Düsseldorf sicherten im Anschluss die Bombe und transportierten sie in einem Spezialbehälter ab.

Nach 90 Minuten konnten die 20 Einsatzkräfte der Feuerwachen Hüttenstraße und Behrenstraße zu ihren Standorten zurückkehren. Der verletzte 41-jährige Feuerwehrmann konnte seinen Dienst fortsetzen.

Eine Phosphorbombe wird als Brandbombe und als Nebelkampfstoff eingesetzt. Der darin enthaltenen weiße Phosphor entzündet sich allein durch den Kontakt mit dem in der Luft enthaltenen Sauerstoff und brennt dann mit einer rund 1300 Grad Celsius heißen Flamme unter starker Entwicklung von weißem Rauch ab. Phosphor lässt sich mit Wasser löschen, kann sich dann aber nach der Trocknung wieder entzünden. Daher wird zum Löschen Sand verwendet.

(csr)