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Düsseldorf-Mörsenbroich: CO-Warner rettet Bewohner eines Gartenhauses

Düsseldorf-Mörsenbroich : CO-Warner rettet Bewohner eines Gartenhauses

Vermutlich durch einen Defekt an einem Heizofen kam es am Samstag durch ausströmendes Kohlenmonoxid (CO) zu einem Feuerwehreinsatz. Durch den Alarm des CO-Warners konnten die Bewohner das betroffene Gebäude rechtzeitig verlassen.

Gegen 16.30 Uhr am Samstagnachmittag wurde die Feuerwehr Düsseldorf über einen ausgelösten Kohlenmonoxid-Warner in einem Gartenhaus an der Lenaustraße in Mörsenbroich informiert.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte hatten die beiden Bewohner das Gebäude bereits verlassen und wurden vom Rettungsdienst untersucht. Dabei konnten keine CO-Vergiftung festgestellt werden.

Im Gebäude selber wurde aber eine erhöhte Kohlenmonoxid-Konzentration gemessen, sodass die Feuerwehrkräfte unter Atemschutz den Heizofen ausräumten und stilllegten. Das Gartenhaus wurde gelüftet, bis das giftige Gas nicht mehr vorhanden war.

Die Einsatzstelle wurde zur Überprüfung der Feuerstelle dem zuständigen Bezirksschornsteinfeger übergeben.

Düsseldorfer Uniklinik verzeichnet Anstieg von Co-Vergiftungen

Die Düsseldorfer Uniklinik hat erneut einen deutlichen Anstieg der Behandlungen wegen Kohlenmonoxid-Vergiftungen verzeichnet. Bis Ende November seien bereits mehr als 180 Menschen in der speziellen Druckkammer behandelt worden, wie ein Kliniksprecher erklärte.

„Kohlenmonoxidvergiftungen sind lebensgefährlich“, warnte der leitende Druckkammerarzt der Uniklinik, Sven Dreyer. Die Klinik hatte bereits im vergangenen Jahr von einem sprunghaften Anstieg der Behandlungen in ihrer Druckkammer berichtet.

Das giftige Kohlenmonoxid kann man nicht riechen, sehen oder schmecken. Die frühen Anzeichen einer Vergiftung wie Übelkeit, Schwindel und Kopfschmerzen würden beim Shisha-Rauchen oft fälschlich auf einen Rauschzustand durch den Tabak zurückgeführt.

Die Druckkammer in Düsseldorf steht rund fünf Millionen Menschen der Rhein-Ruhr-Region zur Verfügung. Weitere solche Kammern gibt es in NRW in Aachen und Münster. Andere Gefahrenquellen seien defekte Gasthermen oder die Nutzung von Holzkohlegrills in der Wohnung.

Bei der Therapie in der Druckkammer wird mit Überdruck 100 Prozent Sauerstoff verabreicht, um das Kohlenmonoxid aus dem roten Blutfarbstoff und lebenswichtigen Organgeweben zu verdrängen.

(csr)