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Düsseldorf: Frau tötet Ehemann mit einem Brotmesser

Mordkommission ermittelt in Düsseldorf : Frau tötet Ehemann mit einem Brotmesser

Nach dem tödlichen Messerangriff auf einen 67-Jährigen in Düsseldorf-Niederkassel ist das Motiv unklar. Die tatverdächtige Ehefrau schweigt. Laut Polizei deutet vieles auf eine spontane Tat hin.

Auch nach der polizeilichen Vernehmung am Montagnachmittag sind die Hintergründe des Tötungsdelikts am Sonntagabend noch völlig unklar. Eine 59 Jahre alte Frau hatte ihren acht Jahre älteren Ehemann in der gemeinsamen Wohnung im vierten Stock eines Hochhauses mit einem Messer so schwer verletzt, dass dieser später in einem Krankenhaus seinen Verletzungen erlag. "Die Frau will bislang nicht mit uns reden", sagt Polizeisprecherin Anja Kynast. Die Verdächtige wurde in Untersuchungshaft genommen. Die Anklage lautet auf Totschlag.

Die Tatverdächtige hatte am Abend des Pfingstsonntags gegen 21 Uhr selbst die Polizei angerufen und den Beamten geschildert, was passiert war. "Sie hat den Polizisten auch ganz normal die Wohnungstüre aufgemacht und ihnen den schwer verletzten Ehemann gezeigt. Sie ließ sich dann widerstandslos festnehmen und wurde zum Polizeipräsidium gebracht", berichtet Kynast.

Mordkommission ermittelt

Eine Mordkommission wurde umgehend eingerichtet, sie hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen, nachdem noch am Abend Spezialisten der Polizei mit der Spurensicherung in der Wohnung beschäftigt waren.

Die Frau hat ihren Mann mit einem von der Polizei sichergestellten Brotmesser verletzt. Zur Art der Verletzungen macht die Polizei keine Angaben. Vieles deute auf eine spontane Tat der Frau hin, so die ersten Erkenntnisse. "Aber das müssen jetzt erst die weiteren Ermittlungen ergeben", sagt Polizeisprecherin Kynast. Es habe es sich bei dem Mann und der Frau jedenfalls um ein dem Anschein nach ganz normales Ehepaar gehandelt. Das Paar hatte nicht in Trennung gelebt.

Das Mehrfamilienhaus ist sicher nicht eine der Top-Adressen in Niederkassel, heruntergekommen ist es aber auch nicht. In dem siebenstöckigen Wohnhaus neben einem idyllischen Park sitzt eine chinesische Firma im Erdgeschoss, auch ein Modeunternehmen ist dort untergebracht. Gestern verbrachten viele Bewohner den Nachmittag auf dem Balkon in der Sonne. Nichts deutete auf die Tat vom Vorabend hin.

Zuletzt hatte es Ende Januar einen vergleichbaren Fall in Vennhausen gegeben. Eine 54-Jährige schlug ihren Mann mit einer Brechstange, dieser überlebte schwer verletzt.

(arc)