1. NRW
  2. Städte
  3. Düsseldorf
  4. Blaulicht

Düsseldorf​: Feuerwehrleute und Spezialfahrzeug auf dem Weg nach Frankreich​

Feuerwehr Düsseldorf : Feuerwehrleute und Spezialfahrzeug auf dem Weg nach Frankreich

Im Südwesten Frankreichs wüten verheerende Waldbrände. Jetzt sind Feuerwehrleute aus NRW zur Unterstützung dorthin aufgebrochen, mit dabei sind auch Einsatzkräfte aus Düsseldorf – und ein spezielles Fahrzeug.

Mehrere Feuerwehren aus dem Rheinland unterstützen die Einsatzkräfte im Südwesten Frankreichs bei der Bekämpfung der Waldbrände. Am frühen Donnerstagmorgen um 3.30 Uhr machte sich eine spezialisierte Einheit von Feuerwehrleuten aus Düsseldorf, Bonn, Leverkusen, Königswinter und Ratingen auf den Weg, wie ein Sprecher der Düsseldorfer Feuerwehr sagte.

„Von uns sind vier Kollegen der Freiwilligen Feuerwehr dabei“, sagte der Sprecher. Die Feuerwehren der beteiligten Städte gehörten zu einem sogenannten Modul in NRW, das auf Waldbrandbekämpfung spezialisiert sei.

„Wir haben auch ein Waldbrandtankfahrzeug mitgeschickt. Das kann 4000 Liter Löschwasser aufnehmen“, sagte der Sprecher. Das Besondere seien zwei Eigenschaften, die normale Löschfahrzeuge nicht hätten.

Zum einen könne Löschwasser auch unter dem Fahrzeug abgegeben werden, so könne auch über brennenden oder heißen Untergrund gefahren werden. „Außerdem ist es ein ‚Pump & Go’-Fahrzeug, das heißt, es kann gleichzeitig fahren und löschen“, so der Sprecher.

  • Großeinsatz in Viersen : Pilot gibt entscheidenden Hinweis auf Waldbrand in Süchteln
  • In Attendorn ist ein größerer Waldbrand
    Brandursache noch unklar : Waldbrand bei Attendorn - große Rauchwolke über der Stadt
  • Fast die gesamte Straelener Feuerwehr war
    Herongen : Feuerwehr löscht Waldbrand in Herongen
  • Dorf musste evakuiert werden : Großer Brand auf der griechischen Ferieninsel Thasos
  • Historische Dürre in Frankreich : Es war einmal ein stolzer Fluss
  • Das Bild von Brigitte Kuka, das
    Baden in Düsseldorf : Wie ein Bilderbuch die Gefahr des Rheins verharmlost

Der Einsatz im Süden Frankreichs sei auf maximal 14 Tage ausgelegt. „Sollte in der Zwischenzeit hier ein Waldbrand ausbrechen, hätten wir noch ein zweites der Spezialfahrzeuge in Düsseldorf“, erklärte der Sprecher.

Die insgesamt 65 Helfer des Waldbrandmoduls sind in einem Konvoi mit 20 Fahrzeugen unterwegs und sollten am Donnerstagabend in Bordeaux ankommen. Begleitet werden sie von Kameraden aus Niedersachsen, einer Versorgungseinheit der Johanniter-Unfallhilfe sowie Experten der Hilfsorganisation „@fire“.

Im Südwesten Frankreichs wüten seit Wochen große Waldbrände. Die französischen Behörden hatten am Dienstag über die EU ein Hilfeersuchen gestellt. Daraufhin habe Deutschland die Unterstützung des NRW-Waldbrandmoduls angeboten.

Das EU-Katastrophenschutzverfahren sieht für Großbrände solche spezialisierten „Module“ vor, die kurzfristig aus den Mitgliedsländern angefordert werden können. Das NRW-Modul war den Angaben zufolge bereits vor einem Jahr bei Waldbränden in Griechenland im Einsatz.