Auf der Kö in Düsseldorf Mit Auto ins Schaufenster gefahren – Blitzeinbruch bei Chanel

Update | Düsseldorf · Einen Blitzeinbruch auf der Kö in Düsseldorf hat es in der Nacht zu Donnerstag gegeben. Die Täter stahlen aus der Chanel-Filiale Taschen, Kleidung und Schmuck – es war nicht der erste Fall.

Die Chanel-Filiale am Morgen nach dem Einbruch. Die zerstörte Scheibe wurde durch eine Holzplatte ersetzt.

Die Chanel-Filiale am Morgen nach dem Einbruch. Die zerstörte Scheibe wurde durch eine Holzplatte ersetzt.

Foto: Maximilian Nowroth

Mit einem VW Caddy sind Einbrecher in der Nacht zu Donnerstag um kurz nach Mitternacht auf der Kö in Düsseldorf in das Schaufenster der Chanel-Filiale gefahren. Sie drangen dann in den Laden ein und stahlen laut Polizei Schmuck, Kleidung und Taschen. Der Verkauf in dem Laden lief am Morgen ganz normal weiter.

Laut Polizei fuhr der Wagen gegen 0.10 Uhr rückwärts in das Modegeschäft. Während der Fahrer den Wagen wieder in Richtung Fahrbahn platzierte und die Seitenschiebetür öffnete, stürmten zwei dunkel gekleidete Täter in den Laden und kamen mit großen gepackten Tüten aus dem Geschäft.

 Der mit Glassplittern übersäte Caddy wurde auf der Grupellostraße aufgefunden.

Der mit Glassplittern übersäte Caddy wurde auf der Grupellostraße aufgefunden.

Foto: Polizei Düsseldorf

Die genaue Höhe der Beute ist zurzeit noch unbekannt. Das Einbruchskommissariat der Düsseldorfer Polizei hat die Ermittlungen übernommen. In der Nacht war die Kriminalwache vor Ort und sicherte umfangreiche Spuren.

Anschließend flüchteten die Täter mit dem noch fahrtüchtigen Auto. Gegen 1 Uhr wurde auf der Grupellostraße ein VW-Caddy ohne Kennzeichen aufgefunden. Der Wagen war noch mit Glassplittern übersät, vermutlich handelt es sich um das Tatfahrzeug.

Die Polizei fragt: Wer hat gegen Mitternacht im Bereich Kö und Hauptbahnhof den verdächtigen Caddy beobachtet? Wer hat auf der Grupellostraße verdächtige Personen und/oder den Fahrzeugwechsel beobachtet? Hinweise werden erbeten an die Polizei unter Telefon 0211 - 870-0.

Bereits Anfang des Jahres waren Täter auf die gleiche Art und Weise in denselben Laden eingebrochen. Wie ein Polizeisprecher damals sagte, seien die Täter mit einem weißen Pkw mehrmals gegen die Schaufensterauslage an der Hausnummer 40 gefahren. Über einen dadurch verursachten Spalt gelangten die Täter schließlich ins Ladeninnere und entwendeten dort innerhalb weniger Minuten diverse Modeartikel, Schmuck und Taschen. Der Schaden lag den Angaben zufolge im niedrigen sechsstelligen Bereich.

Häufig handelte es sich bei den Fahrzeugen um gestohlene Autos mit ebenfalls gestohlenen Kennzeichen. Auf diese Weise etwa hatten sich im Februar 2002 vier Einbrecher mit einem gestohlenen Audi einige Hausnummern weiter nördlich beim Uhrenhändler Blome Zugang verschafft. Uhren im Verkaufswert von einer halben Million wurden dabei erbeutet. 2004 scheiterten Täter hingegen beim ehemaligen Juwelier Rene Kern, weil es ihnen nicht gelang, das Sicherheitsglas des Schaufensters mit einem Fiat Panda zu durchbrechen.

In jüngerer Vergangenheit war bei dem Juwelier Breguet auf Höhe des Corneliusplatzes ähnlich spektakulär eingebrochen worden, und das gleich zwei Mal. Kostenpflichtiger Inhalt Mitte Dezember 2020 waren Täter kurz vor Ladenöffnung mit einem Fahrzeug ins Schaufenster des Ladens gefahren.

Auch hier hatten sich die Täter eine Lücke zunutze gemacht und waren über den Hintereingang Blumenstraße, an dem es damals keine solche Poller gab, mit einem Opel Vectra vor das Geschäft gefahren. Sie erbeuteten Schmuck - 41 Uhren und ein Armband - im Wert von mehr als drei Millionen Euro. Später tauchte die Beute in Serbien wieder auf.

Der zweite Einbruch passierte dann Mitte Juni 2022. Wieder fuhren die Täter mit einem Auto ins Schaufenster des Juweliers. Diesmal lag der Wert der Beute laut Polizei deutlich niedriger, bei rund 100.000 Euro. Mittlerweile ist das Geschäft mehrfach mit versenkbaren Pollern geschützt.

(csr)