Düsseldorf: Angebliches Bedrohungsopfer erscheint nicht zum Prozess gegen Ex-Freund

Beziehungsstreit in Düsseldorf : Opfer erscheint nicht zum Prozess gegen den Ex-Mann

Im Amtsgericht begann am Dienstag ein Prozess, der sofort vertagt wurde: Das angebliche Opfer war nicht erschienen - und wurde vom Angeklagte schwer beschuldigt.

(sg) Ist er ein Stalker und Dieb? Oder ist sie eine Betrügerin? Das muss jetzt eine Amtsrichterin klären. Angeklagt ist ein junger Mann, der zwar zu spät kommt, aber höflich auftritt und die Anklage rundweg abstreitet. Die wirft ihm nämlich vor, seine Ex-Freundin kurz nach der Trennung verfolgt, sie und deren Freundin mit dem Tod bedroht zu haben. Später habe er sämtliche Wertsachen vom Fernseher bis zum Parfüm aus ihrer Wohnung gestohlen und sei danach noch einmal dort eingedrungen, um die übriggebliebene Einrichtung zu zertrümmern. Alles Lüge, sagt der Angeklagte, es sei das „Lebensmotto“ seiner Verflossenen, ihre Partner erst zu erpressen und dann anzuzeigen. Für ihre Ausbildung habe er ihr tausende Euro gegeben, als er seinen Job verlor, habe sie sich einen anderen Mann gesucht. Seinem Cousin sei es mit ihr ebenso ergangen. Weil die Frau, die als Opfer des Angeklagten vorgeladen war, dem Prozess unentschuldigt fernblieb, muss sie Strafe zahlen und im Oktober zu einem neuen Termin wiederkommen.

(sg)
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