In Klinik eingewiesen Mann soll in Düsseldorf-Vennhausen eigene Mutter erstochen haben

Update | Düsseldorf · Ein Mann ist in Düsseldorf-Vennhausen unter dem Verdacht festgenommen worden, seine eigene Mutter erstochen zu haben. Die Hilfe der Rettungskräfte kam zu spät. Der Verdächtige wurde noch vor Ort festgenommen. Inzwischen wurde er in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.

Nicole Lange
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 An der Chemnitzer Straße in Vennhausen ereignete sich die Tat. Nachbarn hatten die Hilferufe der Frau gehört.

An der Chemnitzer Straße in Vennhausen ereignete sich die Tat. Nachbarn hatten die Hilferufe der Frau gehört.

Foto: Nicole Lange

Ein 58-jähriger Mann ist in Düsseldorf-Vennhausen unter dem Verdacht festgenommen worden, seine eigene Mutter erstochen zu haben. Mutter und Sohn hatten sich am Samstagabend nach Angaben der Polizei zusammen in der Wohnung der Frau an der Chemnitzer Straße aufgehalten. Aus bislang ungeklärter Ursache soll der Mann dann plötzlich mit einem Messer auf die 86-jährige Frau losgegangen sein und sie damit so schwer verletzt haben, dass sie noch am Tatort starb.

Der Festgenommene wurde am Sonntag dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Der und ein psychiatrischer Gutachter kamen zu dem Schluss, dass der Mann zunächst in die LVR-Klinik in Grafenberg eingewiesen wird. Dort werde er, sagte eine Polizeisprecherin, regelmäßig begutachtet, um zu prüfen, wann er in eine normale Haftanstalt überführt werden könne. Die Vorbereitung der Anklage liege nun bei der Staatsanwaltschaft.

Eine Anwohnerin habe Hilferufe aus einer Wohnung gehört und dann die offensichtlich verletzte Frau im Flur liegen sehen, hieß es in der Mitteilung der Polizei. Die Frau alarmierte daraufhin Feuerwehr und Polizei. Die Rettungskräfte leiteten dann vor Ort sofort eine Reanimation ein, konnten der schwer verletzten Seniorin aber nicht mehr helfen. Sie starb kurze Zeit später.

Der Sohn der 86-Jährigen habe sich vor Ort widerstandslos festnehmen lassen, erklärte die Polizei. Es sollte auch geprüft werden, ob der Mann an einer psychischen Erkrankung leiden könnte, hieß es – darauf deuten offenbar einige Umstände der Tat hin. Die Staatsanwaltschaft wertet die Tat den Angaben zufolge derzeit als Totschlag.

Die Chemnitzer Straße, wo sich die Tat ereignet hatte, ist eine Wohnstraße im östlichen Stadtteil Vennhausen in der Nähe des S-Bahnhofs Eller; mit zahlreichen Mehrfamilienhäusern mit drei bis sieben Stockwerken. Am Sonntagmittag war dort von dem Polizeieinsatz des Vorabends nichts mehr zu bemerken.

Der Fall weckt Erinnerungen an eine Gewalttat vor eineinhalb Jahren in Flingern. Im Dezember 2022 stach in Flingern ein 27 Jahre alter Mann seine Mutter in ihrer Wohnung mit einem Küchenmesser nieder und verletzte sie lebensgefährlich.

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