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1200 Euro Strafe für Götz-Zitat: Rentner beleidigte Düsseldorfer Ordnungsdienst

Urteil bestätigt : Rentner beleidigt Ordnungsdienst

Der 68-Jährige will sich vom Fahrstil des Ordnungs- und Servicedienstes bedroht gefühlt haben, bevor der die städtische Streife beschimpfte. Trotzdem muss er unter anderem fürs Götz-Zitat 1200 Euro Strafe zahlen.

Ausgerastet war ein Ex-Handwerksmeister (68), als er sich im Oktober 2018 an einem Zebrastreifen von einem städtischen Fahrzeug in Bedrängnis gebracht fühlte. Der gehbehinderte Rentner fürchtete, das Auto des Ordnungs- und Service-Dienstes (OSD) könnte ihn überfahren, wollte die Besatzung zur Rede stellen.

Als die Ordnungskräfte daraufhin seinen Ausweis verlangten, hatte er sie mit dem Götz-Zitat belegt, als „Hausmeister mit Mundgeruch“ tituliert und getönt: „Hätten Sie in der Schule aufgepasst, hätten Sie einen ordentlichen Beruf!“

1200 Euro Strafe, wie vom Amtsgericht verhängt, wollte er aber nicht zahlen, zog am Mittwoch vors Landgericht – doch ohne Erfolg. Er gab ja zu, die OSD-Kräfte beschimpft zu haben. Aber: „Das war gegenseitig!“ Und vor Jahren sei er mal vom Bahnsteig gefallen, fast von einem Zug überfahren worden. Ein ähnlicher Schrecken sei ihm am Zebrastreifen in die Glieder gefahren – und sein Wortgefecht mit den OSD-Leuten sei eben „eskaliert“.

Trotzdem haben die Richter das Urteil über 1200 Euro bestätigt. Aber immerhin darf der wegen Beleidigungen schon einschlägig vorbestrafte Rentner die Strafe nun in Raten abstottern.