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Düsseldorf: Bezirksvertretung fühlt sich vernachlässigt

Düsseldorf : Bezirksvertretung fühlt sich vernachlässigt

Die Aufstellung des Metro-Pavillons an der Reuterkaserne hatte in der Sitzung der Bezirksvertretung 1 ein Nachspiel. Ob denn das Stadtteilgremium nicht vorab hätte informiert werden müssen, lautete der Tenor mehrerer Anfragen.

Auch Bezirksbürgermeisterin Marina Spillner (SPD) bekam ihr Fett weg. Sie sei am 17. August mündlich vom Büro des Oberbürgermeisters über die Aufstellung des Pavillons informiert worden, lautete die Antwort der Verwaltung auf eine CDU-Anfrage, habe die anderen Mitglieder der Bezirksvertretung aber nicht darüber informiert, so der Vorwurf der Christdemokraten. Das wäre ihre Pflicht gewesen, "wenigstens per Mail", kritisierte Sabine Schmitt, und CDU-Parteikollege André Simon warf Spillner gar "Geheimniskrämerei" vor. Die Bezirksbürgermeisterin verteidigte sich damit, dass sie keine anderen Informationen gehabt hätte als die, die ohnehin der Presse zu entnehmen gewesen seien.

Ganz ähnlich verlief die Diskussion bei einer weiteren Anfrage der CDU, die den Standort des Theaterzeltes im Reheinpark zum Inhalt hatte. Auch hier wurde die Bezirksvertretung weder informiert noch angehört - aus denselben Gründen wie beim Metro-Pavillon. "Diese Rechtsauffassung ist einfach nicht richtig, es kann nicht sein, dass solche Dinge komplett an uns vorbeilaufen", wiederholte Arensmann seine Kritik.

Und noch einmal ging es um den Metro-Pavillon: Die CDU wollte wissen, was mit der von den Düsseldorfer Jonges gespendeten Sonnenuhr an der Reuterkaserne passiert sei. Auch hier lautete die Zusatzfrage: Warum wurde die Bezirksvertretung nicht informiert? Das sei nicht vorgesehen, hieß es einmal mehr. Zumindest aber sei die Sonnenuhr nicht beschädigt worden, zu ihrem eigenen Schutz sei lediglich eine Einhausung vorgenommen worden - sozusagen lediglich ein temporärer Aufbau.

(RP)