Düsseldorf: Bezirksregierung will keine "Yellow Box" in Kreuzungen

Düsseldorf: Bezirksregierung will keine "Yellow Box" in Kreuzungen

Die Mitglieder der Bezirksvertretung 5 hatten sich von einem Pilotprojekt am Nordstern viel versprochen. Jetzt teilte die Bezirksregierung allerdings mit, dass sie das Projekt nicht genehmigen wird. Gewünscht war, dass ein ganzer Kreuzungsbereich gelb schraffiert wird, damit Autofahrer dort nicht zum Stehen kommen. Die so genannte "Yellow Box", die es schon in Großbritanniens und den USA gibt, soll verhindern, dass andere Spuren unnötig blockiert werden. Fährt ein Fahrzeug bei der Gelbphase der Ampel noch weiter und bleibt auf der Yellow Box stehen, begeht der Fahrer einen Verkehrsverstoß, der dann geahndet werden kann.

Da solch eine Markierung aber noch nicht in Deutschland üblich ist, hätte die Bezirksregierung ihre Zustimmung für das Pilotprojekt, geben müssen. Das hat sie aber nicht und führt als Argument an, dass gelbe Markierungen nur in Baustellen angewendet werden dürfen. "Ebenso bestehen Bedenken gegenüber dem niederländischen Vorbild mit einem weißen ,X' im Kreuzungsbereich", teilt die Bezirksregierung mit. Andere Vorschläge, die zu einem besseren Verkehrsfluss führen, durften ebenfalls nicht umgesetzt werden. So wollten die Bezirkspolitiker an der Kreuzung Niederrheinstraße/Stockumer Höfe einen zusätzlichen Blitzer für die Rotlichtüberwachung installieren. Die Verwaltung lehnt das ab, da die Überwachung nur an Gefahrenstellen vorgenommen werden dürfte. "Gefahrenstellen sind nach dem vom Innenministerium NRW verfügten Erlass Unfallhäufungsstellen und solche Streckenabschnitte, auf denen eine erhöhte Unfallgefahr angenommen werden muss", sagt die Verwaltung. Das sei der Fall, wenn sich in der Nähe Schulen, Kindergärten, Spielplätze oder Seniorenheime befänden.

(brab)
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