Luftreinhalteplan: Bezirksregierung lobt Plan für größere Umweltzone

Luftreinhalteplan : Bezirksregierung lobt Plan für größere Umweltzone

Die Düsseldorfer Verwaltung hat am Montag ihren Luftreinhalteplan und damit ihren Vorschlag für eine erweiterte Umweltzone bei der Bezirksregierung vorgestellt und die Zustimmung der übergeordneten Behörde erhalten.

Die sei ein "wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem verbesserten Gesundheitsschutz für die Düsseldorfer Bevölkerung", heißt es in einer Mitteilung der Bezirksregierung. "Alles in allem existiert jetzt aber eine solide Grundlage für das weitere Verfahren, das im ersten Quartal des nächsten Jahres mit der Einbindung der Öffentlichkeit fortgesetzt wird."

Der Entwurf der Stadt sieht eine deutliche Erweiterung unter Einbeziehung der Hauptverkehrsachse um die Innenstadt — den so genannten Lastring — vor. Im Norden erstreckt sich die Umweltzone nach den Vorstellungen der Stadt künftig bis zur A 44. Im Westen soll auch das linksrheinische Gebiet erfasst werden, und im Osten bezieht die vorgeschlagene Erweiterung den Hotspot Ludenberger Straße mit ein.

Im Süden orientiert sich die vorgesehene Grenze an der A 46. Die Zufahrten zu Messe und Flughafen, dem Industriehafen und dem — nach dem Entwurf der Stadt außerhalb der Umweltzone liegenden — Industriegebiet im Süden werden über die Autobahnen auch weiterhin gewährleistet sein. "Nach erster Einschätzung durch die Bezirksregierung trägt der Entwurf den von der Stadt ermittelten Belastungsschwerpunkten nachvollziehbar Rechnung", erklärte die Bezirksregierung.

Darüber hinaus sind sich beide Seiten einig, dass Düsseldorf ein Einfuhrverbot für Fahrzeuge mit gelben Plaketten erlassen sollte, um die Schadstoffbelastung weiter zu senken. Als möglicher Termin gilt in Anlehnung an den Luftreinhalteplan Ruhrgebiet der 1. Juli 2014.

Auch die weiteren Vorschläge der Stadt für bessere Luft haben Anklang bei der Bezirksregierung gefunden. Dazu zählen unter anderem eine Landstromversorgung der Schiffe am Rheinufer und eine städtische Verordnung mit neuen Vorgaben für Kleinfeuerungsanlagen.

In einigen anderen Punkten des Luftreinhalteplans hat die Bezirksregierung dagegen um weitere Details gebeten: Dies gilt insbesondere für die Fragen, wie Nah- und Radverkehr attraktiver gemacht werden können.

(RP/jco)
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