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Kö-Bogen Düsseldorf: Betreiber erhöhen nach Brand Belohnung

Kö-Bogen Düsseldorf : Betreiber erhöhen nach Brand Belohnung

Wer entscheidende Hinweise bei der Suche nach den Verursachern des Brands im Düsseldorfer Großprojekt Kö-Bogen liefert, kann mit einer hohen Geldsumme rechnen: Versicherung, Betreiber und der mit dem Bau beauftragte Generalunternehmer wollen die von der Staatsanwaltschaft ausgelobte Belohnung von 1000 auf 10 000 Euro aufstocken.

Das teilte Stefan Mühling, Chef des Projektentwicklers "Die Developer", am Dienstag mit. Zur Schadenssumme wollte er sich nicht äußern. Man behalte sich vor, das auch in Zukunft nicht zu tun. Der Schaden wird von Fachleuten inzwischen auf mehrere Millionen Euro geschätzt. Dabei geht es nicht nur um die offensichtlichen Brandschäden, sondern auch um die Beseitigung möglicher Spätfolgen, etwa durch die Ablagerung giftiger Rauchpartikel in Trockenbauwänden.

Auch Metallteile können durch beim Brand entstandene Dämpfe angegriffen sein. "Die Brandfolgen sind schwerwiegender, als es sich von außen darstellt", sagte Mühling. Seit dem Wochenende seien mehr als 100 Arbeiter damit beschäftigt, die Schäden zu beseitigen. Die Projektleitung sei um ein Team erweitert worden, das sich nur darum kümmert.

Bei dem Feuer waren die fast fertig ausgestatteten Läden der Marken Windsor und Joop! komplett ausgebrannt, die benachbarten Räumlichkeiten, in die unter anderen ein Apple Store, Hallhuber und Faber Castell einziehen sollen, wurden durch Ruß, Rauch und Löschwasser beschädigt. Wann die Läden in diesem Gebäude eröffnen werden, ist offen. Die Eröffnung bei dem Hauptmieter im anderen Gebäudetrakt, das Edel-Modehaus Breuninger, soll wie geplant am 17. Oktober stattfinden — ob in Anwesenheit des Architekten Daniel Libeskind, steht derzeit nicht fest.

Eine 17-köpfige Kommission der Polizei ermittelt "in alle Richtungen" wegen schwerer Brandstiftung. Eine konkrete Spur gibt es aber noch nicht.

(RP)