Düsseldorf: Bestattermesse rechnet mit 12 000 Besuchern

Düsseldorf : Bestattermesse rechnet mit 12 000 Besuchern

250 Aussteller präsentieren im Messezentrum Produkte und Neuerungen. Zudem gibt es Vorträge und Ausstellungen.

Die Fachmesse für Bestatter (Befa) rechnet mit einem weiteren Anstieg der Besucherzahlen auf dem Düsseldorfer Messegelände. Geht es nach den Veranstaltern soll in den kommenden drei Tagen die Marke von 12 000 Gästen überschritten werden. 2010 hatten 10 200 Interessierte die nach eigenen Angaben weltgrößte Bestattermesse besucht. Fünf Jahre zuvor waren es 8300 gewesen. In den Hallen 13 und 14 des Messezentrums Ost präsentieren von morgen bis Samstag rund 250 Aussteller Produkte und Angebote rund um die Themen Bestattung, Friedhof und Grabpflege. 90 Unternehmen zeigen Särge, Urnen und Fahrzeuge, 60 Firmen stellen Neuerungen bei Dienstleistungen vor, 60 Unternehmen verdienen ihr Geld mit Accessoires und Dekoration, weitere 45 Betriebe engagieren sich im Bereich Technik. Zu den innovativen Unternehmen der Branche zählt das Berliner IT-Unternehmen Columba. Es kümmert sich um den digitalen Nachlass eines Verstorbenen. Im Zentrum steht die Frage: "Was passiert mit persönlichen Daten im Netz nach dem Tod?"

Parallel zu den Ausstellungen findet in den Messehallen auch ein Fachforum zu aktuellen Fragen der Branche statt. Hier spannen die Befa-Veranstalter einen weiten Bogen. So spricht ein Ingenieur über die mögliche Emissionsreduktion in Krematorien. Eine Floristin hält einen Vortrag über die "tröstende Wirkung der gestalteten Blume". Auch Geschichtsinteressierte kommen auf ihre Kosten. Gerd-Christian Weniger vom Neanderthal Museum in Mettmann beschäftigt sich in einem archäologischen Vortrag mit dem Tod und den Bestattungsritualen in der Eiszeit. Über "theologische Perspektiven der Ästhetik des Totengedenkens im 21. Jahrhundert" macht sich Reinhard Hoeps von der Universität Münster Gedanken.

Begleitet wird die Fachmesse zudem von Kunstaustellungen sowie einem Filmprogramm. Gezeigt werden unter anderem Särge aus Ghana und Totenmasken. Die Messe ist gleichzeitig ein internationales Branchentreffen. Der Weltkongress der Fiat-Ifta, der weltweiten Bestattervereinigung, führt Unternehmer aus 80 Nationen nach Düsseldorf.

(RP)
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