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„Fish Corner“ des Benkay im Hotel Nikko: Beim Sushi isst das Auge mit

„Fish Corner“ des Benkay im Hotel Nikko : Beim Sushi isst das Auge mit

Oft verstecken sich hinter Empfang und Foyer in den größeren Hotels hochklassige Restaurants. Das japanische Hotel Nikko im Herzen der Düsseldorfer City besitzt gleich drei davon, auch wenn sie nur unter einem Namen firmieren: Benkay, benannt nach einem großen japanischen Krieger.

Wir besuchten die "Fish Corner" - ein heller Raum mit Sushi-Bar, an der der Gast dem Koch auf die Finger gucken kann, wenn er die rohen Fischspezialitäten zubereitet. Wir zogen jedoch einen Tisch vor. Vor uns auf einem runden Tablett befanden sich Stäbchen und Serviette. Die japanische Bedienung (im Kimono) brachte uns als erstes heiße Tücher und die Speisekarte.

Noch während der Lektüre gab es einen Gruß aus der Küche: kalte Auberginen mit lauwarmen, hauchdünnen, getrockneten Fischscheibchen. Das schmeckte nicht nur vorzüglich, sondern sah in dem hübschen Gefäß auch gut aus. Denn das Auge isst bekanntlich mit - erst recht bei den Japanern. Und an diesem Abend gab es immer wieder neue Gefäße, Schälchen und Teller - allein für diesen Anblick lohnt sich schon der Besuch.

Wir waren besonders mutig und wählten unter den Vorspeisen neben dem butterzarten halb rohen Rindfleisch (7 Euro) und gegrillten Hähnchenspieß mit Sojasauce (2,30) auch Surumeikano Okizuke. Dabei handelt es sich um marinierte Tintenfisch-Innereien. Köstlich im Geschmack für Liebhaber rohen Fischs. Die hauchdünnen, angefrorenen Tintenfisch-Ringe waren mit Leber gefüllt. Mal etwas ganz anderes. Anschließend wählten wir ein Tempura-Gericht (15 Euro/frittierte Garnelen und Gemüse im Teigmantel), das wir selten besser gegessen haben.

Die Sushi-Auswahl ist groß, außerdem gibt es täglich wechselnde Spezialitäten. Der Fisch war von hervorragender Qualität - der rohe Lachs und verschiedene Thunfischarten kamen in üppigen Stücken auf den Reis und zergingen auf der Zunge. Es empfiehlt sich, eine Platte (18 bis 37 Euro) zu bestellen. Denn ein Sushi Unagi (gebratener Aal, einfach köstlich) oder eines mit Seeigel-Rogen (wer es mag) kosten je 6 Euro. Später blieb Platz für ein nicht ganz so süßes Grüner-Tee-Eis, das uns die aufmerksame Bedienung empfahl.

(RP)