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Düsseldorf: Beim Fest der Armenküche gaben Schauspieler Suppe aus

Düsseldorf : Beim Fest der Armenküche gaben Schauspieler Suppe aus

Arme und Reiche zusammenbringen – so lautete das Motto der Altstadt-Armenküche für ihre "Open-Air"-Geburtstagsfeier. Das 21-jährige Bestehen feierten die Ehrenamtler auf dem Burgplatz. Mit dabei: rund 500 Besucher, viele freiwillige Helfer und ein stimmungsvolles Bühnenprogramm.

Zum Auftakt der Feier schenkten die Schauspieler der Düsseldorfer-Komödie Erbsensuppe für die Gäste aus. Die rund 400 Liter wurden von den Stadtwerken gespendet. Viele Familien zogen sich zum entspannten Plaudern in die Pavillons zurück. Andere lauschten dem Musiktrio der "Köbesse", der "Zebra-Band" oder den dynamischen Schlägen der Trommelgruppe "Wadokyo" auf der großen Bühne.

Das fröhliche Fest hatte für die ehrenamtlichen Helfer der Armenküche jedoch auch einen ernsten Hintergrund. "Wir wollen uns den Bürgern präsentieren und auf die Armut in der Stadt hinweisen", sagt Holger Kirchhöfer. "Jeder Besucher kann sich hier informieren und eine freiwillige Spende abgeben." Auf Stellwänden und Flyern erklärten die Mitarbeiter ihre aktuellen Projekte und die Probleme sozial benachteiligter Menschen, beispielsweise durch die derzeitige Wohnungsknappheit und zu hohe Mieten. "Es ist wichtig, die gesellschaftlichen Grenzen abzubauen und diese Themen in einem lockeren Rahmen anzusprechen", sagt Sozialarbeiterin Marion Gather. "Die Leute sind interessiert und bringen gleichzeitig an diesem sonnigen Tag viel Feierlaune mit."

Seit 1992 ermöglicht die Altstadt-Armenküche bis zu 150 Bedürftigen täglich eine warme Mahlzeit. Darüber hinaus geben die Mitarbeiter umfangreiche Sozialberatung und helfen dabei auch psychisch kranken Menschen. "Selbst in Düsseldorf gibt es da noch sehr viel zu tun", so Kirchhöfer. "Es wäre ein Erfolg, wenn man unsere Dienste irgendwann nicht mehr braucht."

(RP)