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Düsseldorf: Bei Einbrecherjagd im Schwimmbad löst sich Schuss

Düsseldorf : Bei Einbrecherjagd im Schwimmbad löst sich Schuss

Das Loch im Schwimmbadfenster sollte drei jungen Männern eine Warnung sein: Die Kugel, die das Glas im Düsselstrand an der Kettwiger Straße durchschlug, hätte auch einen von ihnen treffen können. Sie hatte sich aus der Waffe einer Polizistin gelöst, die das Trio nach einem Einbruch verfolgt hatte.

Gegen 4.30 Uhr hatte der Einbruchsalarm im Spaßbad angeschlagen. Als die Polizei kurz darauf ankam, standen die Beamten im Kassenbereich den drei maskierten Tätern gegenüber. Die ließen ihr Werkzeug (eine Flex und einen Kuhfuß) fallen, sprangen über den Kassentresen und rannten durch die Schwimmhalle in Richtung Hinterausgang.

Zwei Polizisten sprinteten hinterher, ein Beamter mit einsatzbereitem Pfefferspray in der Hand, seine Kollegin mit entsicherter Waffe. Auf dem glatten Schwimmbadboden rutschte sie aus, prallte gegen eine Säule. "Dabei löste sich unbeabsichtigt der Schuss", so ein Polizeisprecher. Keinesfalls habe die Beamtin einen Warnschuss in Richtung Decke abgeben wollen, schon gar nicht auf die Flüchtigen schießen wollen.

Als Warnschuss hätte die demnach versehentlich abgefeuerte Kugel ihre Wirkung ohnehin verfehlt: Obwohl der Knall in der Schwimmhalle markerschütternd gewesen sein muss, blieb das Einbrechertrio offenbar völlig unbeeindruckt und flüchtete durch einen Hinterausgang entweder in Richtung Höherweg oder zur Kettwiger Straße. Diensthunde durchsuchten das Gebäude kurz danach vergeblich, den Polizisten blieb nur das zurückgelassene Werkzeug.

Die drei Täter sollen alle 1,75 bis 1,80 Meter groß und von sportlicher Statur sein, einer von ihnen trug einen blauen Kapuzenpulli.

Hinweise an das Kriminalkommissariat 14 unter Telefon 0211 8700.

(RP)