Düsseldorf: Bei der Planung der U 81 sollen die Anwohner beteiligt werden

Düsseldorf: Bei der Planung der U 81 sollen die Anwohner beteiligt werden

Wenn demnächst weitere Details für die Planung des U-81-Ausbaus bis zum Flughafen diskutiert werden, dann sollen dabei die Anwohner stärker eingebunden werden.

Nach einem gemeinsamen Antrag von CDU und FDP sollen die zuständigen Behörden künftig Workshops anbieten, bei denen die Anwohner ihre Vorstellungen und Bedenken einbringen können. Gleichzeitig will man den Informationsaustausch verbessern, mehr Transparenz schaffen und so "anwohnerspezifische Anliegen und Probleme erarbeiten". Vorbild für diese Idee ist die Stadt Mainz, die beim Bau einer Stadtbahnlinie eine hohe Bürgerbeteiligung umsetzte.

Hintergrund ist aber auch, dass man den heftigen Protest der Anwohner im Bereich Lilienthalstraße, Goldregenweg und Hünefeldstraße nicht ausufern lassen will. In der Sitzung des Ordnungs- und Verkehrsausschusses, der sich jetzt mit dem Thema beschäftigte, brachte es CDU-Ratsfrau Ruth Decker auf den Punkt: "Wir wollen in Düsseldorf nicht so was wie Stuttgart 21 erleben." Also bindet man die Anwohner rechtzeitig ein.

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Ein erstes Entgegenkommen ist der Auftrag an die Stadtverwaltung, auch die von den Bürgern bevorzugte Tunnellösung für den Neubau zwischen Freiligrathplatz und Flughafen zu prüfen. Die würde zwar 185 Millionen Euro kosten und damit 30 Millionen mehr als die andere Lösung mit Brücke über die Danziger Straße, würde aber keine Probleme mit der Optik entstehen lassen. Dagegen spricht aber auch, dass man 40 Grundstücke unterqueren — und mit allen Eigentümern verhandeln müsste. Derzeit hofft man, 2016 mit dem Bau beginnen zu können und 2019 fertig zu sein.

Das Projekt wird von allen Parteien außer der Linken unterstützt. Baut man nicht im Tunnel, soll es auf jeden Fall einen besseren Lärmschutz geben.

(ho-)
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