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Düsseldorf: Behörden geben bei Norovirus Entwarnung

Düsseldorf : Behörden geben bei Norovirus Entwarnung

In gleich drei Düsseldorfer Senioreneinrichtungen haben sich vor kurzem fast zeitgleich Bewohner wie Mitarbeiter mit einer Norovirus-Erkrankung geplagt: Im Otto-Ohl-Haus in Garath gab es mehr als 40 Betroffene, im Phönix-Haus Rosmarin in Flingern und im DRK-Seniorenheim Gallberg in Ludenberg jeweils gut 30.

Die vielen Fälle von Magen-Darm-Infektionen seien aber insbesondere jetzt in der Winterzeit nicht ungewöhnlich und daher auch nicht besorgniserregend, sagt ein Stadtsprecher auf Anfrage unserer Redaktion. Zudem weist er darauf hin, dass nicht in jedem Fall auch tatsächlich Noro-Viren nachgewiesen wurden, aber aufgrund "der zeitlichen Nähe und der Übereinstimmung der Symptome" davon ausgegangen worden sei. Doch wie wird der Erreger übertragen und wie kann man sich am besten schützen? Ein Überblick:

Die Übertragung Meist über die sogenannte "Schmierinfektion" über Stuhl oder Erbrochenes. Wenige Viren reichen dafür schon aus. Die Norovirus-Infektion ist daher hochansteckend und breitet sich in Gemeinschaftseinrichtungen wie Seniorenheimen, Krankenhäusern oder auch auf Schiffen meist schnell aus. Die Inkubationszeit kann sechs bis 50 Stunden betragen.

Symptome Plötzliche Übelkeit, starkes Erbrechen, Bauchkrämpfe und Durchfall, aber auch leichtes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, was zu einem schnellen und erheblichen Flüssigkeitsverlust bei den Betroffenen führt. Kleine Kinder, chronisch Kranke und Senioren sind daher besonders stark betroffen.

Vorbeugen Wichtig ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts die konsequente Einhaltung der allgemeinen Hygieneregeln, das häufige und sorgfältige Händewaschen. Bei Erkrankungen in Krankenhäusern oder Gemeinschaftseinrichtungen sollten Patienten isoliert und in einem Zimmer mit eigenem WC untergebracht werden.

Meldepflicht Erkrankungen in Einrichtungen wie Seniorenheimen, Kindergärten, Kliniken und auch Flüchtlingsunterkünften müssen dem Gesundheitsamt der Stadt angezeigt werden.

(semi)