Modell soll über Risiken aufklären: Begehbarer Darm vor den Arcaden

Modell soll über Risiken aufklären: Begehbarer Darm vor den Arcaden

Mit einem begehbaren Modell eines menschlichen Darms will die Düsseldorfer Agentur Osicom über Risiken von Darmkrebs aufklären. Vor den Düsseldorf Arcaden in Bilk können Passanten am Freitag und Samstag sich über Funktionsweise und das Krebsrisiko des menschlichen Verdauungstraktes informieren.

Die Begrüßung am Eingang ist ungewöhnlich: "Herzlich willkommen bei Faszination Darm", heißt es dort. Beim Gedanken, sich durch einen Darm zu bewegen, mag sich manchem der Magen umdrehen. Der Weg lohnt sich aber: 20 Meter lang und etwa zwei Meter hoch, bietet die Modellröhre einen Einblick in das eigene Innenleben. Es ist eine Reise durch einen Teil des eigenen Körpers. Und diese Reise ist, allen Befürchtungen zum Trotz, nicht ekelhaft, sondern spannend.

Das liegt auch an der guten Aufarbeitung. Auf Tafeln erfährt der Besucher in gut verständlicher Sprache vieles, was einem so nicht bewusst ist. Etwa, dass der Darm bei unserer Intuition mitwirkt (das berühmte "Bauchgefühl"). Der Darm sendet viele Informationen über das Befinden an das Gehirn, "lässt sich aber umgekehrt von diesem nichts sagen", wie es auf einer der Tafeln heißt.

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Ein erhöhtes Risiko haben Menschen, die an Colitis ulcerosa, einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung leiden. Bei ihnen ist das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, etwa 32 Mal höher als bei Normalbürgern. Auch die chronische Darmerkrankung Morbus Crohn erhöht das Risiko, und zwar auf das Drei- bis Siebenfache.

Unterstützt wird die Aktion der Agentur Osicom in diesem Jahr von ScheBo, einem Hersteller von Darmkrebstests, sowie von der Stadtsparkasse Düsseldorf. Am Begleitstand informieren auch Chefarzt Dr. Michael Kodsi vom St. Martinus Krankenhaus, Dr. Thomas Joosten und Dr. Ulf Janzik vom Marienhospital, Wolfgang Osinski von der Agentur Osicom und Klaus Dieter Möller von der Firma ScheBo über das Thema Darmkrebs und die Möglichkeiten einer Darmspiegelung.