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Beate Peters leitet den Männerknast in Düsseldorf

Name und Nachricht : Beate Peters übernimmt die JVA Düsseldorf

Strafvollzug in NRW ist offensichtlich Frauensache: Immer mehr Vollzugsanstalten werden von Frauen geleitet. Die Neue in Düsseldorf ist bereits die zweite Frau im Chefbüro.

Im Justizministerium sind wieder einmal die Chefsessel gerollt. Diesmal auf die Stadtgrenze zu Ratingen. In der JVA Düsseldorf ist seit November das Zimmer von Elke Krüger frei, die seither die Anstalt in Aaachen leitet. Die Neue im Düsseldorfer Männerknast heißt Beate Peters und tritt Ende Juli offiziell ihren Dienst an.
Neu in der Branche ist sie nicht. Ähnlich wie ihre Vorgängerin hat sie bereits eine ganze Reihe von Anstalten kennengelernt, leitete die Männergefängnisse in Hamborn und Willich, war auch schon Chefin des Justizvollzugskrankenhauses im Sauerland. Zuletzt hat die Leitende Regierungsdirektorin im Ministerium das neu geschaffene Ressort „Jugend und Frauenvollzug“ geleitet.

Mit der Düsseldorfer Anstalt übernimmt sie gewiss keine leichtere Aufgabe. Von den rund  800 Insassen ist mehr als die Hälfte Ausländer, Männer aus 60 Nationen, die nicht nur kaum deutsch sprechen, sondern sich auch untereinander kaum verständigen können. Elke Krüger hat deshalb Integration und Bildung zu zentralen Aufgaben der  JVA gemacht, bevor sie im November nach Aachen versetzt wurde. Die Leiterin der dortigen Anstalt hatte seinerzeit übrigens die Nachfolgerin von Beate Peters in Willich abgelöst, die wiederum lange Vizechefin in Düsseldorf gewesen ist – Strafvollzug in NRW ist offensichtlich Frauensache. Damit tun sich vor allem muslimische Gefangene (deren Anteil in der Düsseldorfer JVA bei einem Viertel liegt) oft schwer – auch darin liegt eine Herausforderung für die neue Chefin, die zudem ein Personalproblem erwartet: Für die Absicherung der  Terrorprozesse vorm Düsseldorfer OLG muss die JVA immer öfter  Vollzugsbeamte aus dem Alltagsdienst  abstellen.