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Bauunternehmen in Düsseldorf setzt jetzt auf Module

Bauen in Düsseldorf : Bauunternehmen setzt jetzt auf Module

Aus GWI wird MOD21. Das Ziel: mit Holzmodulen schneller, günstiger und ökologischer bauen. Die Chefs erklären, wie das Konzept aussieht.

Während Bauen immer teurer wird, suchen die Unternehmen nach neuen Wegen, die Kosten zu senken. Ein immer häufigerer vertretener Ansatz ist der Modulbau. Vorgefertigte Elemente werden dann auf der Baustelle vor Ort mehr oder weniger nur noch zusammengesetzt. Darauf setzt jetzt auch stärker die in Düsseldorf sitzende „GWI Bauunternehmung“. Die Tochter der polnischen ERBUD Group fusioniert mit einem ebenfalls zum Konzern gehörenden und auf Modulbau spezialisierten Start-up zu MOD21.

Das bislang auf Hochbau spezialisierte Unternehmen setzte in Düsseldorf Projekte wie den Rheintower, das Kö-Quartier oder das Vabali Spa um. Neben konventionellem Hochbau soll künftig die Sparte des Holzmodulbaus sowie die durch Kombinationen mögliche Hybridbauweise in den Mittelpunkt rücken. Die Doppelspitze mit Theodor Kaczmarczyk (Modulbau) und Jürgen Kugelberg (klassischer Hochbau) gibt als Ziel vor, „noch schneller, flexibler, zukunftsorientierter und ökologischer zu bauen“.

Gelingen soll das mit einem komplett digitalisierten Planungsprozess sowie Aufbauten aus zertifiziertem Holz, wodurch der CO2-Fußabdruck verringert werde. Der Vorfertigungsgrad soll bei bis zu 90 Prozent liegen, wodurch schneller gebaut werden könne. Kaczmarczyk: „Damit bieten wir zeitoptimierte, wirtschaftliche und nachhaltige Lösungen insbesondere für Großstädte.“ Kugelberg ergänzt: „Das bedeutet auch weniger Baulärm, Dreck und Müll auf Baustellen.“

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Zu den Veränderungen für die Mitarbeiter am Standort Düsseldorf sagt Kugelberg: „Für sie ändert sich außer der Umbenennung unserer Firma nicht viel. Wir wachsen weiter und stellen viele neue Mitarbeiter ein, sowohl für die Hochbau-Sparte als auch im Bereich des modularen Bauens.“

Der Zusammenschluss der Firmen ergebe insofern Sinn, als dass der Modulbau etwa mit den notwendigen Fundamenten und Untergeschossen ergänzt werden könne. „Im Hybridbau kombinieren wir Stahl, Holz und Beton. Dadurch entstehen insgesamt nachhaltige, klimaschonende und CO2-ärmere Gebäude.“ So sei man insgesamt flexibler und zukunftsfähiger aufgestellt.