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Für den Song Contest: Baustellen-Stopp ab dem 1. Mai

Für den Song Contest : Baustellen-Stopp ab dem 1. Mai

Zwei Wochen vor dem Schlager-Spektakel in der Arena wird die Stadt keine zusätzlichen Straßenbauarbeiten mehr genehmigen. Seit gestern wird geprüft, wie und wo die vorhandenen Großbaustellen durchlässiger gestaltet werden können. Abgrenzungszäune werden aufgehübscht.

Als Oberbürgermeister Dirk Elbers verkündete, der Song Contest komme nach Düsseldorf, da erklärte er im selben Atemzug, er befürchte keine Probleme wegen der vielen Baustellen in der Stadt. Damit meinte er Wehrhahnlinie und Kö-Bogen. Beide Maßnahmen behindern den Verkehr erheblich und enden frühestens Ende 2012. Aber trotzdem gibt es seit gestern Gespräche im Rathaus, die sich mit dem Thema Verkehr und drohenden Staus beschäftigen.

Osterferien werden genutzt

Weil man kein Risiko eingehen will, hat man gestern einen ersten Beschluss gefasst: Die Stadt wird vom 1. Mai bis zum 16. Mai keine zusätzlichen Baustellen im Stadtgebiet auf relevanten Straßen genehmigen. Bereits jetzt werden die entsprechenden Behörden (z.B. der Stadtentwässerungsbetrieb) und die Rheinbahn darüber informiert, dass sie ihre Planungen nach diesem Termin orientieren. Auch die Stadtwerke werden aufgefordert, sich an dem Datum zu orientieren. Das bestätigte gestern Andrea Blome, Leiterin des Amtes für Verkehrsmanagement. Da bei ihrer Behörde die Informationen über geplante Baustellen zusammenliefen, könne man Einfluss nehmen und werde das auch tun.

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Man wird außerdem die vor dem Song Contest liegenden Osterferien nutzen, um notwendige Arbeiten zu erledigen. Zudem ist geplant, die nicht zu stoppenden Großbaustellen Wehrhahnlinie und Kö-Bogen auf eine vorübergehende stärkere Durchlässigkeit zu prüfen. Mit anderen Worten: In den fraglichen Tagen, zu denen viele tausend Menschen wegen des Song Contests in der Stadt sind, wird man versuchen, diese Baustellen für den Verkehr leichter passierbar zu gestalten.

Alles das wird in den nächsten Tagen auf den Weg gebracht, hieß es gestern. Auf jeden Fall sollen vorhandene Abgrenzungen und Bauzäune verschönert werden. Einzelheiten dazu wird man noch bekannt geben. Die verkehrsgünstige Lage der Arena war ein entscheidender Pluspunkt für die Entscheidung pro Düsseldorf gewesen. Die Schüssel ist mit der Bahn von der Innenstadt aus in wenigen Minuten erreichbar, der Flughafen (der sowohl S-Bahn- wie Fernzug-Station hat) ist in Sichtweite, die Messe ist unmittelbarer Nachbar und das Presse-Zentrum in der Leichtathletikhalle nur einen Steinwurf entfernt.

Außerdem hat man hier reichlich Erfahrung darin, wie man mit zusätzlichen Shuttle-Diensten die Arena schneller mit dem Flughafen verbinden kann — bei der Messe wird das häufig bei Großveranstaltungen umgesetzt: Busse verbinden die Adressen regelmäßig.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Düsseldorf: Gefangen im Baustellen-Labyrinth

(RP)