Düsseldorf: Baustellen-Blicke

Düsseldorf: Baustellen-Blicke

An vielen Stellen in der Stadt wird Altes abgerissen, um Neues zu schaffen. Unser Fotograf Andreas Bretz hat die einschneidendsten Arbeiten dokumentiert.

Eine florierende Stadt erkennt man nicht zuletzt an der Zahl ihrer Baustellen. Wo Menschen leben und arbeiten wollen, werden Wohnungen und Büros gebraucht - Investoren planen entsprechend viele Wohnviertel und lassen Geschäftshäuser in zentraler Lage errichten. Dass Düsseldorf begehrt ist, ist demnach auch am Lärm- und Schuttaufkommen zu messen, das selbst nach Fertigstellung der Wehrhahn-Linie - jahrelang Düsseldorfs größtes Bauprojekt - nicht fühlbar zurückgegangen ist.

Innerhalb weniger Wochen ist das ehemalige Franziskanerkloster an der Immermannstraße komplett verschwunden. Dort entstehen Wohnungen. Foto: Bretz Andreas

An der Breite Straße etwa ist aktuell eine gigantische Baustelle zu sehen. Anstelle des früheren Deutsche-Bank-Gebäudes klafft eine große Baulücke, in der riesige Bagger am Werk sind. Dass dort mit dem Kö-Quartier einer der begehrtesten Büro-Neubauten der Stadt überhaupt entsteht, lässt sich nur erahnen. Oder am früheren Franziskanerkloster an der Immermannstraße: Mitte Juli sind die Bagger angerückt, inzwischen sind dort fast nur noch Schutthaufen übrig. Bis 2019 entstehen dort mehr als 140 Wohnungen. Auch auf dem früheren JVA-Gelände an der Ulmer Höh' wird es Wohnungsbau geben, mehr als 300 Einheiten sind rund um die denkmalgeschützte Kapelle geplant. Sie ist auch das einzige Gebäude, das bei den Abrissarbeiten dort stehengeblieben ist.

Eine der zentralen Großbaustellen der Stadt ist die am Gustaf-Gründgens-Platz, wo die neue Schauspielhaus-Tiefgarage entsteht. Foto: Bretz Andreas

Für die Düsseldorfer sind die Baustellen freilich nicht nur mit Fortschritt verbunden, sondern auch mit Baulärm und - je nach Stelle - mit Verkehrsbehinderungen. Trotzdem sind die Einheimischen bekanntlich begeisterte Zaunstauner und gern in der ersten Reihe dabei. Dafür bietet sich momentan am ehesten die Baustelle am Schauspielhaus an - zentral gelegen und spektakulär anzusehen.

An dieser Stelle stand mal ein Gefängnis - doch von der kompletten JVA Ulmer Höh' ist nur noch die denkmalgeschützte Kapelle übrig geblieben. Foto: Bretz Andreas
(nic)