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Kommentar: Baustellen beim Kita-Ausbau

Kommentar : Baustellen beim Kita-Ausbau

Burkhard Hintzsche, der als Spitzenbeamter im Rathaus den Ausbau der Betreuungskapazitäten koordiniert, hat Recht: Das Urteil aus der rheinischen Nachbarmetropole geht an der Lebenswirklichkeit zahlreicher Familien vorbei.

Wer in Urdenbach wohnt und in Heerdt arbeitet, schätzt möglicherweise eine Betreuung in Sichtweite seines Büros. Die Einführung einer Fünf-Kilometer-Zone am Wohnort bringt ihm im Zweifel nichts. Auch wer ein Montessori- oder Waldorf-Konzept schätzt, nimmt in einer bestens erschlossenen Großstadt gerne ein paar Fahrminuten mehr in Kauf. Baustellen beim Thema Kita-Ausbau gibt es freilich auch in Düsseldorf. Trotz der im westdeutschen Vergleich guten U3-Quote strapaziert die Vergabepraxis über den Kita-Navigator die Nerven zahlreicher Eltern und Tageseltern. Sie empfinden das Verfahren als zu langwierig und vermissen Planungssicherheit. Erfreulich ist dagegen, dass Stadt und freie Träger beim Kita-Ausbau an einem Strang ziehen. Nur gemeinsam sind die aktuellen Herausforderungen zu stemmen. Jörg Janßen

(RP)