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Wehrhahn-Linie: U-Bahn-Bau kostet nun 748 Millionen Euro

Wehrhahn-Linie : U-Bahn-Bau kostet nun 748 Millionen Euro

Der Düsseldorfer Stadtrat muss in seiner nächsten Sitzung (14. Juli) über eine weitere Kostenerhöhung für die Wehrhahn-Linie entscheiden.

Laut Beschlussvorlage steigen die Gesamtkosten auf 748,1 Millionen Euro. 2007 lag die Summe bei 650 Millionen Euro, vor einem Jahr sprach der damals verantwortliche Dezernent Gregor Bonin von rund 730 Millionen Euro. Verkehrsdezernent Stephan Keller bestätigte die neuen Zahlen gestern auf RP-Anfrage. "Wir haben die Zahlen regelmäßig in der Kleinen Kommission zur Wehrhahn-Linie kommuniziert, aus der Politik kann niemand überrascht sein", sagte Keller. "Die Steigerung liegt im Vergleich zu anderen Projekten dieser Größenordnung aber in einem fast sensationell niedrigen Bereich."

Die Steigerung ergibt sich durch höhere Baukosten, zusätzliche Personalausgaben sowie Entschädigungen.

Baukosten Bei den Arbeiten am Tunnel zwischen dem S-Bahnhof Bilk und der Innenstadt stieß die Tunnelbohrmaschine auf Hindernisse, die in den Plänen der Stadt nicht enthalten waren, zum Beispiel auf Teile des Fundaments einer Bank an der Kasernenstraße, das dort nicht hätte sein dürfen. Auch zahlreiche Strom-, Wasser-, Gas- und Telefonleitungen fanden die Bauarbeiter nicht an den Stellen, die in den Plänen vermerkt waren. Außerdem hat die Stadt nach eigenen Angaben rund acht Millionen Euro investiert, um den Jüdischen Friedhof (Kasernenstraße) abzusichern.

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Personalausgaben Zu Beginn der Planung stand nicht fest, welche Beratungskosten und Dienstleistungen für das Projekt gebucht werden. Da diese nun im Etat der Wehrhahn-Linie auftauchen, ist dieser Teil der Kosten deutlich gestiegen. Außerdem hat die Landeshauptstadt nach dem Unglück beim Kölner U-Bahn-Bau ihre Sicherheitsstandards überprüft. "Wir haben den Betreuungsaufwand noch einmal hochgefahren", sagte Keller.

Entschädigungen Während der bisherigen Bauarbeiten hat Düsseldorf 1,3 Millionen Euro Entschädigungen gezahlt. Entschädigungen erhalten Anlieger, die nachweisen können, dass der U-Bahn-Bau ursächlich für einen Umsatzrückgang ist.

(RP)