Wehrhahnlinie: Tunnelbohrer muss anhalten

Wehrhahnlinie : Tunnelbohrer muss anhalten

Die Tunnelbohrmaschine für die Wehrhahn-Linie ist am Dienstag unter der Schadowstraße auf lockeres Erdreich gestoßen und deshalb vor-übergehend gestoppt worden. Das Düsseldorfer Verkehrsdezernat bestätigte auf Anfrage der Rheinischen Post den Vorfall.

Der Zeitplan für den Bau des zweiten Tunnelabschnitts sei dadurch nicht gefährdet, inzwischen fahre die Maschine wieder. Um das Erdreich zu stabilisieren, wird besonders dicke Stützflüssigkeit vor das Schneid-Rad des Bohrers gespritzt. Zugleich sind an der Oberfläche gelbe Markierungen angebracht, an denen die Stadt regelmäßig Messungen durchführen lässt, um zu sehen, ob der Boden absackt. Bisher sind dabei keine nennenswerten Veränderungen aufgetreten.

Der Tunnelbohrer ist Anfang April an der Königsallee gestartet und gräbt den östlichen Teil der künftigen U-Bahn-Strecke. Aktuell befindet er sich auf Höhe des Modekaufhauses "C & A", im Herbst soll er den Wehrhahn erreichen – wenn er nicht auf Hindernisse wie die so genannten Findlinge stößt, also Steine, die so groß sind, dass der Tunnelbohrer sie nicht alleine zerkleinern kann.

In den kommenden Jahren werden dann die Bahnhöfe fertiggestellt (sie werden von oben gegraben), Gleise und Stromleitungen verlegt. Anfang 2015 sollen die ersten Bahnen durch die Röhre fahren. Auf Vorfälle wie den aktuellen sind die Ingenieure und Techniker, die auf der Tunnelbohrmaschine arbeiten, vorbereitet: Der Bohrer des süddeutschen Unternehmens Herrenknecht ist ein so genanntes Mixschild, das sich durch vielschichtige Böden und auch bei hohem Wasserdruck graben kann.

Das Schneid-Rad an der Vorderseite der Maschine arbeitet sich durch Erde und Stein, Stützflüssigkeit gleicht dabei den jeweils herrschenden Druck aus. In lockerem Erdreich ist dementsprechend verdickte Flüssigkeit erforderlich.