Einkaufszentren in Düsseldorf: Sevens und Kö-Galerie bald verbunden

Einkaufszentren in Düsseldorf: Sevens und Kö-Galerie bald verbunden

Die Arbeiten für eine lange angedachte Ladenpassage zwischen den beiden Einkaufszentren an der Königsallee haben begonnen. Bis zum Start des Weihnachtsgeschäftes soll der Umbau abgeschlossen sein. Durch die Verbindung entstehen auch mehrere neue Ladenlokale.

Gewünscht war die Verbindung schon lange: Kunden sollen aus dem Einkaufszentrum Kö-Galerie direkt ins benachbarte Sevens wechseln können und umgekehrt. Die Verhandlungen und Planungen indes zogen sich hin, was sowohl an der komplexen Eigentümerstruktur der Galerie als auch am hohen Planungsaufwand lag. "Schließlich wollten wir die Einschränkungen für die Mieter so gering wie möglich halten und deshalb alle möglichen Gefahren für den Zeitplan gleich ausschließen", sagt der Center-Manager der Kö-Galerie, Hans Meijers. Seit einigen Tagen aber laufen nun die Arbeiten für die Ladenpassage, die künftig die beiden Zentren verbindet und einen Rundlauf möglich macht. Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft soll alles fertig sein.

Sechs Millionen Euro kostet der Durchbruch, mit dem die Center-Betreiber große Erwartungen verbinden. Er soll die Kundenfrequenzen erhöhen, die Stammbesucher des einen ins andere Haus leiten und so beiden Zentren Vorteile bringen. "Beide Konzepte funktionieren auch autark, aber die Verbindung schafft einen klaren Mehrwert", sagt Frank Zabel, Geschäftsführer des Entwicklers Centrum. Überdies werde auch das langfristige Potenzial des Standortes gesteigert. Die sehr unterschiedliche Anmutung der beiden Häuser sei dabei kein Problem - in dem Durchgang werde der Bodenbelag des Sevens logisch fortgeführt, erst mit dem Richtungswechsel wechsele dann die Gestaltung. "Für den Kunden ist es in diesem Moment logisch, dass er in eine andere Atmosphäre kommt."

  • Fotos : Eröffnung des Saturn im Sevens
  • Fotos : Baustellenbegehung im Sevens

Der Durchbruch entsteht dort, wo bislang das Schuhgeschäft Görtz in der Kö-Galerie angesiedelt war. Bis Ende des Jahres zieht der Laden temporär ins Sevens, wie Center-Managerin Silke Bosbach erklärt. Ein reiner Durchgang soll die neue Passage indes nicht sein: Dort entstehen gleichzeitig auch neue Ladenlokale, insgesamt etwa fünf bis sechs. Zwei von ihnen hat sich bereits der Gastronom Ali Erdogan gesichert, der in beiden Zentren schon verschiedene Konzepte betreibt und jetzt ein weiteres gastronomisches Angebot starten will. Für die restlichen Geschäfte gebe es ebenfalls bereits Interessenten, die Gespräche liefen. Geplant ist, dass die neuen Shops mit der Fertigstellung des Durchbruchs eröffnen können.

Der Umbau ist architektonisch nicht einfach, da die Außenwände von gleich drei Gebäuden betroffen sind - neben den beiden Zentren auch das Haus Steinstraße 11, das an das Sevens angebunden wird. Für die Betreiber ist es die wichtigste Herausforderung, ihre Mieter durch die Arbeiten nicht über Gebühr zu beeinträchtigen. Der Umbau des Sevens war zunächst auch neben dem Geschäftsbetrieb gelaufen, schließlich hatte das Center aber für einige Zeit komplett seine Pforten schließen müssen. Diesmal sollen die Händler möglichst wenige Störungen erdulden müssen. "Vieles passiert nachts und zu Zeiten, in denen kein Geschäftsbetrieb ist - und der Rest sehr leise", sagt Frank Zabel.

(ila)